2025 : vierte Saison mit der Athene

Sie ist wieder im Wasser und unterwegs.

Nach einer Woche Aufenthalt in Bari sind wir am 1. Mai 2025 weitergezogen.

Der Start ist geglückt.

Nachdem wir am 22. April 2025 nach Bari gefahren sind, kam ATHENE am 23. April 2025 wieder ins Wasser. 
Wir haben uns Zeit genommen und alles startklar gemacht. Das Grosssegel haben wir dieses Jahr, frei nach dem Motto „geht doch“, zum ersten Mal selbst „montiert“. Nachdem wir beim Segelmacher die Bänder um die Schothornöse neu nähen liessen, hatte er keine Zeit es zu montieren. 

Endlich 1. Mai

nicht weil es ein Feiertag ist, sondern weil es endlich los ging. Bei schönsten Bedingungen, Sonne, genügend Wind aus der richtigen Richtung haben wir die Marina Natuica Ranieri endgültig verlassen. 

Wir konnten die Segel setzen und Richtung Monopoli rauschen, wobei es ordentliche Wellen gegen an hatte, da mussten wir etwas zirkeln, dass der Bug nicht immer in die Wellen hackte. 


Planung ist alles

Marcel hat einmal mehr den Segelplan präzise und durchdacht erstellt. 
So konnten wir am Abend vom 2. Mai, vor den Caves bei Monopoli, den Anker fallen lassen. 
Wie meist an der adriatischen Küste hatte es auch hier Schwell, allerdings im Vergleich, was wir schon andernorts erlebt haben, sehr moderat. So konnten wir, trotz ruppigem Schwell, eine ruhige Nacht verbringen.

petra

Nach einer unruhigen Nacht am Anker bei den Monopoli Caves, genossen wir den gemütlichen Hafenplatz direkt am Boulevard von Brindisi und zischten einen Aperol mit Blick auf die Athene.  

 

Nächstes Ziel Brindisi 

 Am 2. Mai 2025, bei schönem Wetter und wiederum halb- bis achterlichem Wind konnten wir den grössten Teil der Strecke segeln. Der Hafen dort ist einfach, ohne Dusche und WC, wir haben ja alles an Bord, da ist das kein Drama. Die Stadt hat uns gut gefallen, altehrwürdige Gebäude, eine kleine schmucke Altstadt, nicht herausgeputzt, aber gut erhalten. Wir bleiben zwei Nächte. 

4. Mai 2025 

Nach einer langen und ruppigen Fahrt mit ordentlich Wellen, erreichten wir punktgenau wie vorhergesagt San Foca.

San Foca, wir wollen ablegen, der Wind hat etwas dagegen.
Der Wind drückt uns auf eine andere Yacht, die kürzer ist als unsere. Das bewährte Mittel "Eindampfen in die Achterleinen" ist hier leider nicht machbar. Wir haben keine Möglichkeit die Leinen mehr in Richtung Wind zu verlegen, weil keine geeigneten Festmachmöglichkeiten an den richtigen Stellen vorhanden sind. Zum Glück haben wir vor dem Ablegen den Marineiro angefunkt und um Support gebten. Denn trotz aller Versuche, kamen wir nicht vom leewärtigen Boot weg. Immer wenn unser Bug Wind bekam, drückte er uns auf den Bug mit Anker und die Mooring der anderen Segelyacht. 
Der Marineiro schrie immer wieder «Vai, Vai!!» sobald er das Gefühl hatte, dass wir Volldampf voraus gehen sollten. Seine Vorstellung deckte sich nicht mit der unsrigen. Wir hatten keinen Freiraum am Heck, um wegzukommen. Die Gefahr  eine Mooring einzufangen oder einen anderen Schaden zu provozieren, stieg mit jedem weiteren Versuch. Keine Chance. Auch das Legen einer Spring, um ATHENE evtl. zum luvwärtigen Boot zu verholen, denn das lag in ordentlicher Distanz von uns, war keine Option, denn wir hatten die Gangway bereits oben und vertäut, das wäre eine ordentliche Übung gewesen. 


Nach gefühlten tausend Vais, kam dem Marineiro die glorreiche Idee, seinen Tender zu holen und uns mit diesem vom leewärtigen Boot wegzuschleppen! So schafften wir es mit ordenlich Schub wegzukommen! Ende Gut Vai, Vai Gut.
marcel

Santa Maria di Leuca

5. Mai 2025

284 Stufen zum Ende der Welt, südlichster Zipfel am Absatz Italiens. 

Die nächste Etappe führte uns nach Santa Maria di Leuca. Ein sehr eigenwilliges Örtchen. Es liegt dort wo Adria und Ionisches Meer aufeinandertreffen. Da stehen in einem 1200-Seelendorf die reinsten Paläste. Mitte der 1800-er Jahre wurde hier in grossem Stil gebaut. Mit Säulen wie die Griechen, mit Türmchen und allerlei fantasievollem, architektonischem Schnick-schnack. Es hat uns gefallen – einige der Gebäude sind marode, andere tipp top hergerichtet. Und dann ist da noch der 47 Meter hohe Leuchtturm. Erbaut 1864, auf dem Kap Punta Meliso. 284 Treppenstufen führen dort hinauf. Der Aufstieg lohnt sich allemal, die Aussicht ist atemberaubend.
petra

Und schon geht es weiter...

In die Nacht hinaus..

Ablegen in Santa Maria di Leuca. 

Fast Vollmond, langsames dahingleiten wie auf Kufen. Eine lange Überfahrt steht uns bevor. 

In den Tag hinein....

Die Sinne kehren zurück, der Tag beginnt, die Farben am Himmel sind unbeschreiblich. Nach der langen Überfahrt vom Stiefelabsatz zur Stiefelsohle. Ankunft am Morgen in Crotone. 

Die erste längere Überfahrt

Vom Stiefelabsatz ging es über den Golf von Tarent, nach Crotone. Immerhin 72 NM. Da war eine Nachtfahrt angesagt. Kurz vor Sonnenuntergang, am 6. Mai, verliessen wir die Marina von Leuca, hinaus aufs Meer. Das Spiel von Sonnenunter- und aufgängen wird nie langweilig. Jeder davon ist einzigartig. In die Nacht hinein, begleitet vom Halbmond, der schon am Himmel steht, und unzähligen Sternen.
Kurz vor der ersten Wache, die um 22h beginnt, und ich übernommen habe, taucht am Heck, wie aus dem Nichts ein grosses Motorboot, Scheinwerfer auf uns gerichtet, auf. Ich bin zuerst baff und rufe Marcel, dann sehe ich, dass es die Guardia Finanzia ist. Ich stoppe auf, sie rufen, ob wir italienisch können, was wir verneinen. Sie wollen wissen, woher wir kommen und wohin wir wollen und wie viele Personen an Bord sind. Wir beantworten alles brav. Nach kurzem Zögern rufen sie "tschau" und fahren rassig davon. Das Verrückte, das Boot war nicht auf AIS zu sehen – die fahren komplett im Verborgenen und tauchen plötzlich auf, unglaublich. Der Rest der Nacht verlief ruhig. Am Morgen kamen wir in Crotone an. Nach solchen langen Fahrten bleiben wir gerne zwei Tage, um uns zu erholen. petra

Crotone

7.-8. Mai 2025

Ein idyllischer Ankerplatz...

...mit Unterbruch. Wir trieben gegen 2 Uhr morgens immer näher an Land, so ging das nicht, also aus den Federn und Anker hoch. Vor uns lag ein Mega-Kat mit Discobeleuchtung. Wir wollten uns einige Bootslängen vor ihn und zusätzlich mit mehr Abstand zum Land, verholen. Der Anker liess sich nicht wie gewohnt bis in seine Ruhestellung hochheben, die Kette lief leer auf der Winsch. Wir konnten ihn dennoch bergen und wieder neu setzen. Zur nächtlichen Stunde hatten wir keine Lust, der Ursache nachzugehen. Der Anker hielt ja am neuen Ort. Am anderen Tag versuchten wir es nochmals aber die Winsch lief immer noch leer. Schlussendlich stellten wir fest, dass die Mechaniker, die die Kettennuss auswechseln mussten, die Winsch nicht richtig angezogen hatten. Nachdem wir mit der Winschkurbel nachgeholfen hatten, lief die Kette wieder und der Anker konnte wie gewohnt eingezogen werden. marcel

Roccella

11.-13. Mai 2025

Überfahrt vom Festland Italien, in den Süden von Sizilien, nach Marzamemi

vom 13. zum 14. Mai 2025
133 Semeilen und 27 Stunden brauchten wir für die Überfahrt
36 Meilen segeln, 97 Meilen motoren

Der Mond ging leuchtend rot auf und war ein echter Hingucker!
Er machte den Anfang für eine wunderschöne unvergessliche Vollmondnacht. 

Eine Episode zum Schmunzeln

O Schreck, die Uhr an Marcels Handgelenk piepst und zittert: "Puls ist extrem hoch!!"

Was ist passiert?
Marcel hatte die spontante Idee, weil das Boot ja so langsam unter Segeln dahingleitet, die Drohne mal vom Boot aus aufsteigen zulassen, um ein paar Bilder zu schiessen. Er hatte das in Muttenz und auch an anderen Orten zu Genüge geprobt. Aber auf einem sich vorwärts bewegenden Schiff ist das eine ganz andere Herausforderung. Die Hometaste der Drohne kann nicht benutzt werden, weil sie dann dort landet, wo sie gestartet ist. Das wäre in dem Fall garantiert ein Unterwasserplatz. Denn die Yacht segelt ja immer weiter. Marcel hat aus verschiedenen einschlägigen Foren gewusst, dass bei so einem Versuch immer mal wieder eine Drohne baden geht. Er wollte es aber trotzdem versuchen. Also Badeplatzform runter, Drohne draufgesetzt und gestartet. Eine Funktion erlaubt es der Drohne, Objekte automatisch zu verfolgen. Diese Funktion hat Marcel immer wieder ausprobiert, es hatte nie wirklich funktioniert. Das  jetztausgerechnet auf dem Wasser zu testen war keine Option. Er steuerte die Drohne also von Hand. Nach einigen Aufnahmen vom Boot wollte er sie wieder landen lassen. Aber oh Schreck, er konnte sie einfach nicht mehr auf der Plattform landen lassen. Was war los? Es gibt die Funktion: Drohne erkennt einen Gegenstand. Wenn sie einen Gegenstand erkennt, in diesem Fall das Boot, fliegt sie nicht mehr weiter! Vor lauter Aufregung hat Marcel nicht daran gedacht, diese Funktion auszuschalten.
Seine Idee für eine Lösung: die Drohne seitwärts ans Boot heranfliegen zu lassen, was keine leichte Aufgabe war. Denn der Wind und die sich wegbewegende Yacht erschwerten die Aufgabe zusätzlich. Plötzlich zeigte die Steuerapp an, dass der Batterielevel auf Null zuging. Mit dem letzten beherzten Schwenk gelang es Marcel die Drohne an Bord zu bekommen. Sie hat ihm dabei ordentlich die Hose zerkratzt. Nächstes Mal versucht er es an einem ruhigen Ankerplatz. Leider ist aus den Aufnahmen nichts geworden - sie sind im Nirwana verschwunden. Aber Ende gut alles Gut, Drohne und Marcel heil. Die Uhr hat sich auch wieder beruhigt als der Puls nach dieser Aktion wieder im Normaltempo schlug. 


Beim nächsten Mal funktioniert es sicher perfekt und der Puls steigt dann hoffentlich auch nicht mehr ins Unermessliche.
marcel

Sizilien

Marzamemi

Ankunft 14. Mai 2025 / 13.40 Uhr

Marzamemi

Die Pizza ein Gedicht.

Flüchtlingsboot

Laut Aussage unseres Marinero in Marzamemi, sei dieses Boot gestohlen und für den Flüchtlingstransport benutzt worden. Die Guardia Finanza setzte es dann in der Marina fest. Im Winter habe es sich im Sturm losgerissen und sei auf eine Sandbank in der Marina aufgelaufen und liege schon einige Zeit auf der Sandbank.


Rundreise auf Sizilien und Kurztripp nach Hause im Schlafwagenabteil auf die Fähre, Richtung Mailand 

Sizilien erwartete uns mit traumhafter Landschaft, wunderbaren Hochebenen, schön herausgeputzte Städte und ihr wisst es schon, feinste Lebensmittel ob fest oder flüssig. 

Oh Schreck

Vom Gestank nach faulen Eiern, bis zu einem beinahe Brand an Bord 

Wo kommt denn dieser Gestank her?
Nein, es waren nicht die Nachbarboote, es war nicht die Kläranlage, es waren unsere Verbraucherbatterien. Es stank fürchterlich nach faulen Eiern und dank Google kamen wir dem Übel schnell auf die Schliche. Es war eine unserer Verbraucherbatterien, die den Geist aufgab und sich mit dem Gestank von faulen Eiern zu Wort meldete. 

Batterie zum 1sten
Zum Glück war bald ein Elektriker zur Stelle, dessen Adresse ich vom Marinabüro in Leuca bekam. Er sah sich die Sache genau an und sagte, dass man beide Batterien austauschen müsse, da eine davon ganz defekt sei. Er versprach uns, die Batterien am nächsten Morgen zu besorgen und uns diese einzubauen. Wie versprochen kamen sie zu zweit und bauten die neuen Batterien ein und nahmen die alten mit.

Batterie zum 2ten
Die zweite Batteriegeschichte ging zwar auch glücklich zu Ende, hätte uns aber gut und gerne unser Schiff kosten können. 

Wir waren bereit, um zum Bus gehen. Dieser sollte uns von Marzamemi nach Syracus, unserem Nachtzug Richtung Heimat, bringen. Wir wollten das Boot schon verlassen. Es roch schon einige Zeit komisch. Drum hatte Marcel das Gefühl, nochmals zu den Batterien sehen zu müssen. Sein Gefühl, dass etwas nicht stimmte, täuschte nicht. Die Starterbatterie miefte ein wenig und war sehr warm. Wir überlegten uns, was wir tun könnten, denn wir mussten bald auf den Bus. Die Idee, den Hauptschalter der Maschine auf off zu drehen hat nichts gebracht, wie wir später feststellen mussten. Wir hätten das Stromnetz vollkommen abschalten müssen. Wir hofften mit dem Abschalten des Maschinehauptschalters, das Problem bis zu unserer Rückkehr behoben zu haben. Marcel informierte den Marineiro noch am gleichen Morgen und bat ihn, das Problem mit einem Elektriker möglichst bald zu besprechen und wenn nötig, die Batterie auszutauschen. Einen Tag später bekam Marcel obiges Video mit dem Hinweis, dass man jetzt alles abgeschaltet hätte und alle Fenster und Türen für einen Tag geöffnet lasse, weil es stark nach Rauch riechen würde. Nach langem Hin- und Her mit dem Elektriker, konnten wir nach unserer Rückkehr ein intaktes Boot betreten und waren froh, dass nicht mehr passiert war. Das hätte auc ganz anders ausgehen können!
marcel

 Unsere Rundreise vor der Rückreise in die Schweiz führte uns unter anderem 

Ins Tal der Tempel...

 ...nach Noto...

Ein unbeschreiblich schöner Ort, nicht weit von Marzamemi entfernt. Hübsche Gassen, wunderschöne gut erhaltene Gebäude. 

...und viele andere schöne Orte

Nach unserer Rückreise aus der Schweiz ging es weiter

Durch die Strasse von Messina zu den Äolischen Inseln

Das schon mal vorneweg. Eine Reise durch eine geschichtsträchtige Gegend mit tollen Freunden, besser hätte es nicht kommen können!

Jetzt aber einmal ganz von vorne!

Am Pfingstmontag Morgen, 9. Juni, haben wir zusammen mit unseren Jungs ihr Geburtstagsgeschenk für Petra eingelöst, eine Brunchfahrt auf dem Rhein. Am Nachmittag ging es dann auf den Flughafen wo wir unsere Freunde Eveline und Markus trafen, sie wollten uns während einer Woche begleiten. Der Flug ging nach Catania und wir waren gespannt was uns erwartete, denn eine Woche vorher hatte sich der Ätna heftig zu Wort gemeldet. Aber es ging wie so oft alles gut und wir konnten nach unserem Transfer nach Marzamemi unser Boot beziehen. 

Unser Törnplan

Syracus

Catania

Catania: "Was liegt näher als eine Zugreise um den Ätna?"

Naxos vor Taormina

Marina del Sud

Absprungmarina nach Stromboli
und nördlichster Punkt der Strasse von Messina

STROMBOLI

Äolische Inselwelt

die Äolischen Inseln werden auch oft als Liparische Inseln bezeichnet. Zu den Äolischen Inseln gehören sieben Inseln.
Die größte Insel ist Lipari, gefolgt von Salina, Vulcano, Stromboli, Filicudi und Alicudi. Die kleinste Insel ist Panarea. Die höchste Erhebung der Liparischen Inseln ist der Monte Fossa delle Felci auf Salina, der eine Höhe von 962 m erreicht.

Athene tanzt vor Vulcano

Die Nordküste von Sizilien

Von der Marina Capo di Orlando, wo wir unsere Freunde verabschiedeten, ging es weiter der Küste entlang, wo wir uns an unterschiedlichen Orten vor Anker legten. Wir hatten während unseren ganzen Italienaufenthalten, mit Ausnahme der üblichen Hotspots, die schönsten Ankerplätzen mit glasklarem Wasser und sandigem Boden immer für uns allein. Von Cefalu, einer wunderschönen und sehenswerten Stadt ging es über Termini Immerese, wo wir unseren Anker vor der Hafenmole in einem sehr geschützten Bereich auswerfen konnten, weiter nach Palermo. Dort blieben wir drei Nächte und trafen nochmal unsere Freunde, bevor sie zurück in die Schweiz flogen. Sie machten, während wir der Küste entlang nach Palermo tingelten, Landurlaub auf Sizilien. 

Nebst dem, dass uns Capo d'Orlando in ausgezeichneter Erinnerung blieb, einer der schönsten Hafenanlagen an der Nordküste von Sizilien, gab es wieder einmal Arbeit. Ein Missgeschick von Marcel, der das Rohr das als Gegenstück zur Gangway in der Badeplattform steckte und schon lange wieder mit der Gangway hätte verbunden werden sollen, ist beim Herausziehen auf den Grund des Hafens abgetaucht. Dieser Grund war doch ein bisschen tief unten, so dass eine andere Lösung hermusste. Es gab zum Glück einen Ship shop im Hafen, den wir am nächsten Tag aufsuchten. Petra konnte dem Verkäufer erklären, um was es ging. Zuerst wollte er uns ein 1m Stück verkaufen, das hätte er aber bestellen müssen. Dann kam er mit einem fertigen Stück daher das für etwas anderes konfektioniert war. Der Durchmesser passte aber und damit konnte man gut zwei Stücke zurechtsägen, so dass im Notfall noch Ersatz da war. Dann erblickte Marcel noch eine Blindnietenzange mit unterschiedlich grossen Blindnieten. Zurück auf dem Boot wurde die alte Niete weggebohrt und das neue Metallstück abgesägt und passend eingesetzt. Dann musste noch ein Loch in das neue Stück gebohrt werden und mit der neuen Zange eine Blindniete eingesetzt werden. Zum Schluss war alles bombenfest vernietet und die Gangway kann wieder gefahrlos betreten werden. 

Cefalu

Palermo

Die Stadt hat Zuwachs bekommen

WOW, Sardinien

28.6.25 10:03 / 30.6.25 09:39 

1 Tag + 23:25 h

Nachdem wir in Palermo getankt und uns verabschiedet hatten, ging es auf eine schöne Überfahrt Richtung Sardinien in die schöne Marina di Villasimius, wo wir uns als erstes an der wundervollen Landschaft und am stahlblauen Wasser ergötzen und uns erholen konnten. Auf der Überfahrt half uns auch zwischenzeitlich der Wind vorwärtszukommen, so dass wir segeln und die Umwelt vor Abgasen verschonen konnten. 

Badekleid an und....

Weiter ging es zur Hauptstadt von Sardinien

Heimreise

Und wieder geht es wegen ein paar Terminen für ein paar Tage nach Hause. Eigentlich wollten wir auch dieses Mal mindestens einen Weg ohne Flug nehmen, da der Aufenthalt aber nur sehr kurz ist und die Fähren nicht jeden Tag fahren und die ganze Fahrt mit der Bahn und der Fähre über 24 Stunden betragen hätte, haben wir uns halt dann doch schweren 
 Herzens dazu entschlossen, beide Wege mit dem Flugzeug zu nehmen. 

Aber da war doch noch was vor der Abreise; ach ja!

Die Lieblingsbeschäftigung aller Freizeitkapitäne

Reparieren, vor allem WC's. Nachdem wir schon einmal mehr als € 100 für eine Notreparatur hingelegt hatten und es trotzdem noch tropfte, respektive kein Wasser anzog, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen eine neue Pumpe zu bestellen und nach Italien schicken zu lassen, wo sie sich dann wie von Geisterhand selbst einbaute ;) 

Rundreise vor der Heimreise auf Sardinien


Su Nuraxi di Barumini

Bosa

Und vor der letzten Destination an diesem Tag, kam es zu einer Tankstellenstory schlechthin.

Hauptdarsteller: ein irrer Italiener
Nebendarsteller: Petra und Marcel

Petra fuhr mit unserem snuggeligen Fiätli an die Tankstelle, denn das Rössli brauchte dringend Benzin für die Weiterfahrt. 
Und das führte zu einer langen Schmunzelgeschichte.
Also, Petra fuhr an die Tankstelle, Tankdeckel auf der richtigen Seite. Kurz darauf fuhr ein anderer Autofahrer vor unser Fahrzeug, und zwar mit der Front gegen uns. 

Als er bemerkte, dass wir erst mit dem Tanken begannen, fuhr er Rückwärts auf die andere Seite. Wir waren noch damit beschäftigt herauszufinden, wie wir tanken sollen und vor allem wo der Geldautomat steht. Marcel bemerkte, dass der andere Typ auf die gegenüberliegende Seite lief, dort befand sich der Geldautomat für alle Tanksäulen. Marcel lief dem Italiener hinterher und wartete darauf bis der fertig war. Dabei bemerkte er, wie er eine 5 Euro Note einschob und auf Italienisch "Säule 2" stammelte und sie anscheinend auch wählte. Marcel kam das komisch vor, denn er war davon überzeugt, dass sich der Italiener vertippt hatte, denn sein Wagen stand bei der Säule 1. Der Typ wollte schon 20 Euro nachschieben, als er plötzlich aufschreckte und zu bemerken schien, dass er die falsche Säule gewählt hatte. Petra kam es auch komisch vor, denn als sie auf die Säule schaute, hatten wir plötzlich 5 Euro Guthaben. Der Italiener bekam Panik, rannte zu seinem Auto und fuhr mit ihm neben unser Auto und es sah so aus, wie wenn er unser Fahrzeug vor lauter Stress rammen wollte. Marcel rief Petra, fahr das Auto auf die andere Seite dort, wo der Typ vorher sein Fahrzeug hatte. Petra stieg ein und fuhr davon, vergass dabei aber, den Benzinschlauch aus dem Tank zu nehmen, so dass der Zapfhahn noch im Tank stecken blieb und der Schlauch in hohem Bogen wegflog. Der Gestresste versuchte seine 5 Euro zu retten, das Einzige, was die ganze Zeit aus seinem Mund kam, war "una miseria". Er ergriff einen anderen Zapfhahn an der Säule, konnte aber nicht tanken, denn das Geld war in unserem Schlauch, der jetzt am Boden lag. Er stieg in sein Auto fuhr mit quietschenden Reifen davon. Wir beschlossen auch zügig das Weite zu suchen.
"una miseria."

Orgosolo

Die roten Felsen von Arbatax

Wenn der Mistral das Mittelmeer beherrscht

Wir wussten bereits bevor wir wieder in die Schweiz reisten, dass es bei der Rückkehr ordentlich Wind geben wird, denn Mistral war zur Freude der Einheimischen (es wird dann etwas kühler) und auch aller Urlauber, die sich nicht am Strand aufhalten wollten, angesagt. Denn in dieser Zeit ist an den meisten Stränden die rote Flagge gehisst, dann ist Baden untersagt oder auf eigene Gefahr. Also haben wir schon vor der Abreise nachgefragt, ob wir den Aufenthalt um 2 Tage verlängern könnten. Es sei schwierig, denn eigentlich seien sie ausgebucht, aber es hat dann doch funktioniert. So haben wir den Starkwind in der Marina die sehr geschützt war, abgewettert.

Generalrichtung Westen, Ziel Gibraltar

Am 18. Juli ging es wieder los, wir verliessen Cagliari. Die erste Station war die Baia di Nora, ein hübscher Ankerplatz, an der Südküste von Sardinien, wo auch andere Seefahrer einen Platz für die Nacht fanden.

Aber zuerst... 

Buchtenbummeln

18.7.2025 Ankerplatz Nora

Eine wunderschöne grosse Bucht geschützt durch Felsen vor nördlichen Winden. Hat für uns gut gepasst. 

19.07.25 Nächstes Ziel 

Marina Teulada

Ein kleiner Jachthafen mit viel Macchia-Geruch war unser nächstes Ziel, es hat sich gelohnt, wir konnten wieder einmal so richtig unsere Beine vertreten. Marcel kann schon lange nicht mehr geradeaus laufen. Die Mischung von italienischem Schlenderschritt, gepaart mit dem Wackelgang auf dem Boot, dem Hüpfgang auf den Molenbrettern der Marinas haben sein Vorwärtskommen massiv beeinflusst. 

Medizinisches Problem in der Marina Teulada

Nein, das macht man nicht! Nein, so etwas tut man nicht! Tausendmal gesagt, aber nur aus Erfahrung klug. Letztes Jahr hatte Marcel einen Parkbegrenzungsstein übersehen und sich arg am Schienbein verletzt, so dass wir von einer Weiterfahrt von Bari absehen mussten. Und dieses Jahr? Es ist allgemein bekannt, dass Holzdecks, wenn sie nass sind, gerne all jene die draufspringen ins Rutschen und Taumeln bringen. So ist auch Marcel nicht davon verschont geblieben, als er vom Steg in der Marina auf die nasse Badeplattform, die etwas weit weg vom Steg war, hinübersprang. Rutsch und mit dem Schienbein voll in eine Ecke rein. Es machte Schwupp und die Haut war weg und es begann zu bluten und eine riesige Beule entstand. Eine Woche später ist das Bein und der Fuss etwa zweimal so dick wie normal, fast so wie ein Elefantenfuss und er hat eine schöne Farbe angenommen. Erstversorgung hat Petra übernommen und langsam ging es wieder aufwärts. 
Aber wie am Anfang erwähnt, was Hänschen nicht lernt. 
Übringens, am 3.8. ist die Beule immer noch da. 

20.7.25 Isola di Teuredda und zurück

Ja das soll es geben, man steuert einen Ankerplatz an und scheitert, weil der Anker auch nach dem 5. Mal nicht hält. Wir verholten die Athene mehrmals, weil der Anker nicht halten wollte. Es blies ordentlich und er wollte einfach nicht für längere Zeit halten. Viele andere Boote hatten das gleiche Problem, denn sie verliessen auch die besten Ankerplätze, weil die Böen das Boot so herumriss, dass der Anker nicht richtig gesetzt werden konnte und immer wieder ausbrach. Was tun. Ja natürlich, wir machten uns auf den Rückweg zur Marina Teulada in der Hoffnung dass der Ankerplatz vor der Marina bessere Bedingungen bot. Und tatsächlich, wir konnten uns vor die Marina legen und der Anker hielt tipp-topp. 

Immer noch auf Sardinien 

21.- 29.7.25

zum

Porto die Coaquaddus 

nochmals zur Isola Teuredda Ankerplatz
Villasimius Ankerplatz
Porto di Corallo (Villaputzu) Absprungmarina nach Festlanditalien

Die Entscheidung

Verkauf unserer Athene

Eine wundervolle Zeit auf einer Insel, landseitig umgeben von grün und auf der Wasserseite mit schönstem Blau, geht zu Ende. Der ursprüngliche Plan war, dass wir uns an der Südseite von Sardinien gegen Westen bewegen und auf der Höhe von Portiscu den Sprung hinüber nach Menorca machen. 
Nicht erst seit Sardinien ist der Plan gereift, dass wir unser Segelabenteuer diese Saison beenden. In diesem Frühjahr, wir waren gerade daran unser Boot in Bari auszuwintern, hat uns ein Schiffsmakler auf der Mole angesprochen, wenn wir das Boot irgendeinmal verkaufen möchten, dann würde er das gerne für uns tun. Wir waren damals fest entschlossen unsere Tour in Gibraltar zu beenden, auch der ganze Törnplan war schon fix, denn wir wollten unbedingt noch unsere Schwägerin in Barcelona besuchen, der wir schon lange versprochen hatten, dass wir sie wieder einmal besuchen wollten. Wir dachten im Traum nicht daran unser Boot in Italien auf den Markt zu bringen. Weil der Makler auf uns einen sehr sympathischen Eindruck machte, baten wir ihn, kurz auf das Boot. Petra gab ihm noch unsere Visitenkarte vom Boot, was ihn sehr beeindruckte und er liess uns seine Nummer da. Marcel hatte in der Zwischenzeit schon Kontakt mit einem anderen Makler, den wir bei unserer Suche nach einem Boot bereits kennengelernt hatten und es war mehr oder weniger schon klar, dass wir den Verkauf mit ihm vornehmen werden. Wir wollten zuerst nach Gibraltar, um die 18-monatige Aufenthaltsdauer für das Boot in der EU zu verlängern, damit wir nicht in Bedrängnis sind, wenn das Boot in Almerimar liegt. Auch diese Frage war schon geklärt, ein Agent in Gibraltar hat uns bereits dafür eine Offerte für den Prozess gemacht. Also waren eigentlich keine Fragen mehr offen. Erst als wir in Sardinien unterwegs waren, hat sich bei uns ein Sinneswandel eingestellt, denn wir fragten uns, ob es vielleicht nicht cleverer wäre, wenn wir in Italien blieben, um das Boot zu verkaufen. Nach einem Videocall mit dem Makler in Bari sah alles sehr gut aus. Der Makler hatte jahrelang die Vertretung von Bavaria in Italien, er kennt sich also gut mit Bavarias aus. Wir vereinbarten mit ihm, dass wir das Boot in eine schöne Marina in der Bucht von Tarent bringen, wo es unser Makler zum Verkauf bereit macht. Es gab zwei Optionen, entweder in Bari oder eben in dieser Bucht zwischen Stiefelabsatz und Sohle. Unsere Wahl fiel auf den Golf von Tarent, weil wir von dieser Gegend begeistert sind und wir das Boot, bis es verkauft ist, noch nutzen können. Auch in diesem Fall müssen wir eine Ausreise aus der EU planen, denn im Dezember läuft unsere Aufenthaltsfrist ab. Wir werden deshalb im September für ein-zwei Wochen einen Abstecher nach Albanien machen und uns dort den Ausfuhrstempel holen. Unsere Agentin in Albanien ist auch schon informiert, so dass dies keine grosse Sache sein wird. 

So haben wir uns dazu entschlossen die Athene noch ein paar Monate in Italien zu lassen.  Mal sehen, ob sie einen geeigneten Käufer findet.   

Aber zuerst...

... geht das Abenteuer weiter, bis das Boot verkauft ist, denn wir haben die Möglichkeit während des Verkaufsprozesses das Boot weiterhin nutzen zu können. 

Marina Corallo in Villaputzu - Ostseite Sardinien

Vom 24. Juli 25 bis am 29. Juli sassen wir in der Marina di Villaputzu fest. 
Der Mistral hatte uns erneut für 4 Tage eingeweht.
Es sollte am Montag noch heftiger kommen, über 40 Knoten waren angesagt. Marcel fragte beim Marineiro vorsichtshalber nach, ob die eine Muringleine reiche, an der wir hingen. Er versprach uns eine Zweite am nächsten Tag.  
Wir bekamen sie nicht, denn die zweite Muringleine war gar nicht da, weil die Holeleine gerissen war. Die Marinero's waren so nett, dass es keine Rolle gespielt hätte, wenn wir uns an einen anderen Platz verholt hätten, z.B. neben einen grossen Kat. Wir liessen es sein und haben uns mit vielen Leinen gesichert und weil niemand neben uns zu liegen kommen konnte, weil die Muringleinen fehlten, hatten wir freien Raum zu beiden Seiten, so dass wir nicht befürchten mussten, dass ein Nebenlieger und wir uns mit den Masten in die Quere kommen könnten.  

Als wir uns am 29. Juli zur Überfahrt zum italienischen Festland aufmachten bekamen wir vom Marinero an der Tankstelle zu hören, dass er schon viel erlebt habe aber 58 Knoten im Hafen habe er noch nie erlebt. 





Die Spitze an diesem Tag

58 Knoten

Eine lange Überfahrt mit Happy End

Easy going aber dann...

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Wir verliessen Sardinien am 29.7.25 um 19.17 Uhr mit dem Ziel Festland Italien "Marina di Camerota" und erreichten dieses Ziel im Schlepptau eines Abschleppfahrzeugs an unserem Nationalfeiertag um 13.17 Uhr.
Aber ganz von vorne.
Wie immer ging es los (schon Routine unser Abendsegeln) in den Abend hinein mit Blick auf den Sonnenuntergang. 
Die ersten beiden Tage lief alles wie gehabt, glücklicherweise mit vielen Stunden unter Segeln. In der Nacht vom 31.7. auf den 1.8.25 liess der Wind nach. So gegen 1 Uhr in der Früh, Marcel war Wachgänger, zog er das Vorsegel ein und wollte wieder ein paar Meilen unter Motor weiterkommen. Wumm... beim Anlassen des Motors ging er gleich wieder ab. Marcel aus Erfahrung klug, schaute sich zuerst auf dem Vorschiff um, weil er vermutete, es könnte eine Leine über Bord gegangen sein die die Schraube blockierte. Dem war aber nicht so, als er sich übers Heck beugte, sah er, dass eine Leine unter dem Boot hervorschaute, da war ihm klar, dass wir ein Fischernetz eingefangen hatten. Er holte die Leine, an der noch eine Plastikflasche hing an Bord, um diese zu fixieren. Nachdem Petra zur Wache erschien, haben wir das Vorsegel wieder rausgelassen in der Hoffnung, dass wir mit dem wenigen Wind zum nächsten Hafen kommen, um dort im Vorhafen den Anker zu schmeissen und Hilfe zu holen. Die Idee ist bewährt, hat uns aber leider wenig genützt, denn etwa 6 Meilen vor dem Hafen schlief der Wind total ein, so dass wir mavövrierunfähig Richtung Land trieben. Wäre kein Problem gewesen, wenn da nicht nur Felsen herumgelegen hätten. Marcel wollte unbedingt ins Wasser, um nachzusehen, wie es unter Wasser aussah. Da gerade starker Schwell war, konnte er nicht über die Badeplattform ins Wasser steigen, sondern er musste über die Badeleiter, die wir an der Seite festmachten und von da ins Wasser fallen lassen. Petra hat ihm noch ein Gstältli angelegt und dieses mit dem Schiff verbunden und los ging es. Es war gleich klar, dass da nichts zu machen war. das Netz hatte sich vollständig um die Schraube herumgewickelt und war sehr fest. Wegen dem Schwell in dem das Schiff auf- und niederstampfte war es zu gefährlich sich längere Zeit unter dem Boot aufzuhalten. So liessen wir es und Marcel kam mit Mühe wieder aufs Boot. Er meinte, dass es das Beste wäre, wenn wir beim Hafen nachfragen, ob sie eine Idee hätten. Er wollte kein Pan-Pan rauslassen, sondern zuerst eine andere Möglichkeit ausprobieren. Valentina von der Marine di Camerota war fix. Sie organisierte einen Schleppdienst und in der Marina einen Taucher, der das Boot vom Netz befreien sollte. So wurden wir, nachdem wir eine Kostengutsprache erteilt hatten von einem Schlepper in die Marina gezogen und der Marinero der uns vom Schlepper übernahm ware so fix, dass er uns um die Untiefen, die in der Hafeneinfahrt waren, mit seinem Beiboot rückwärts umschiffte und direkt in die Box schob, wo ein zweiter die Leinen übernahm und die Mooringleine übergab. Valentina unser Engel war schon da und begrüsste uns. 

Rückblende: kurz nachdem Marcel aus dem Wasser stieg, rief Petra "Marcel schau mal da neben der Athene!" Der Blick von Marcel sprach Bände, denn da tauchte mehrmals eine Haiflosse auf und verschwand dann wieder. Leider konnten wir diesen Schreckmoment nicht festhalten. 

Die Rettung

Marina di Camerota

Das Festland hat uns wieder

Langsam machten wir uns auf den Weg Richtung Messina. Wir hatten noch einige Aufenthalte wie Tropea (Bild), Cabo Vaticano mit Ankerplatz der uns sehr gut gefiel. Und nebenbei revidierte Marcel noch die Winschen. 


sagenhafter Ankerplatz

mit Abendstimmung und dem Balkonblick zur untergehenden Sonne 
und dem 
Vulkan Stromboli

Cabo Vaticano

am Anker

Und schon bald sind wir wieder in der Strasse von Messina.

Der Bojenplatz in der Strasse

Wir hatten einen Bojenplatz reserviert. Die Anfahrt war nicht einfach, weil die Strömung der Gezeit und der Wind ein spezielles Wellenbild produzierten die die Ansteuerung etwas schwierig machte. Beim dritten Anlauf hat es dann geklappt, wobei wir ehrliche Angst um den einen Marinero hatten, der beim Versuch die Leine an der Boje und an unserem Schiff festzumachen, mehrfach haarscharf mit seinem Kopf am Anker vorbei schrammte. Dann haben sich die Leinen in der Nacht so verdreht, dass die Boje andauernd an die Bordwand knallte. Am anderen Morgen darauf angesprochen, meinte der Chef vorwurfsvoll, wir hätten in der Nacht anrufen sollen, so hätten wir ja nicht schlafen können. Dann legten wir ab, nachdem alle Leinen wieder klariert waren und fuhren davon. Von weitem hörten wir ein Rufen. Als wir uns umdrehten, sahen wir die beiden Marineros die uns im Dingi folgten. Wir stoppten und sie kamen näher, überreichten uns ein Paket und verabschiedeten sich grinsend. In diesem Paket waren mehrere Süssgebäcke (Cornetti's) und zwei Espresso. Was für eine Überraschung. Italien wie es leibt und lebt. 

Rotto

Dieses schöne italienische Wort hört man im Zusammenhang mit einem Boot immer wieder. Wenn eine Person (z.B. Marinero) oder andere dieses Wort aussprechen,  ist höchste Vorsicht geboten. Es kann sein, dass in der nächsten Zeit ein Mechaniker an Bord kommt und nach dem Defekt fragt. Die Leute sind so hilfsbereit, dass sie beim kleinsten Anzeichen, es könnte etwas gemacht werden und der Aussicht auf einen Auftrag, zum Hörer greifen oder selber Hand anlegen. Dies endet meistens mit Geldforderungen, die man eigentlich so nicht wollte. Dies alles weil man der Sprache nicht wirklich Herr ist und es zu Missverständnissen kommen kann, für die man dann teuer bezahlen muss. Wir konnten zum Glück das Meiste abwenden. 

Leuchturm Begegnungen

Immer wieder weist uns ein Leuchtturm 
ob am Tag oder in der Nacht den Weg.

 Wieder einmal in einer Marina

bereit für den Besucheransturm

Jetzt gehts in den Golf von Tarent

Unsere letzten Meilen bis zu unserem Winterlager

Mistral oder Gewitter

beides nicht schön

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Nach dem Mistral auf Sardinien, hatten wir kaum im Golf von Tarent angekommen, nur noch Gewitterwarnungen. Zweimal flüchteten wir vom Ankerplatz, denn wir hatten genug davon, am Ankerplatz in ein Gewitter zu kommen. Das letzte Mal hat es uns ordentlich gebeutelt inkl. der Athene. Dank Windy hatten wir das Gewitter immer im Blick und konnten es elegant umfahren und auch unser Radar hat uns gute Dienste geleistet, wir wussten immer, wo die Regenfront war. 

Gefischt wird immer und überall

Eine Begegnung der besonderen Art

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Als Petra am Steuer war und über die Wellen so hoch- und hinunterrauschte, rief sie, schau mal da in der Ferne. Ein springender Fisch und in Abständen etwa dreimal nacheinander. Marcel schaute sich das auch gespannt an und plötzlich sprang auf der Steuerbordseite ein Ungeheuer von einem Fisch aus dem Wasser in die Höhe und platsche auf die Seite und verschwand wieder. Wir konnten den Fisch gut erkennen, er war rund und hatte ganz spezielle Flossen. 

Es war ein....

Mondfisch (Mola Mola)

 

Rotto, das Zauberwort das in Italien 

die Hilfsbereitschaft in die Höhe treibt. 

 


Ein weiteres Beispiel. Wir haben uns entschlossen, in Tarent ein Auto zu mieten, um einerseits damit ein paar Ausflüge ins Hinterland zu machen und andererseits wollten wir damit an dem Tag, an dem wir mit dem Zug von Tarent heimreisen wollten, einfacher von unserer Marina nach Tarent kommen. Also haben wir einen Transfer zur Bahnstation Metaponte organisiert, um von dort mit dem Zug nach Tarent zu kommen. Leider hat sich herausgestellt, dass der Zug schon voll war. Es gab aber eine Busverbindung, die vom Bahnhofvorplatz abfahren sollte und dafür kauften wir zwei Billette. Zuerst kam ein Setra Bus, in dem die Fahrer eine Gruppe von Fahrgästen nicht reinlassen wollten, weil bei einem 20 Euro-Schein ein Stück fehlte, und sie akzeptierten den nicht. Es ging hin- und her mit Argumenten, die Fahrgäste hatten aber nicht mehr Geld, daraufhin haben die Busfahrer die Gruppe stehen lassen und sind davongefahren. Wir warteten immer noch, es verging etwa 10 Minuten, Marcel meinte er habe einen stummgeschalteten Anruf erhalten. Er rief zurück und am anderen Ende war ein Mann, der uns fragte, ob wir mit dem Bus nach Tarent wollten. Er konnte nur italienisch und wir verstanden ihn eigentlich nicht wirklich. Erst als er das Wort «Rotto» herausliess, war klar, der Bus war defekt und soweit verstanden wir ihn, dass es etwa 1 Stunde gehe, bis der nächste Bus komme. Wir waren gerade fertig mit dem Telefon, da kam ein weiterer Bus von der italienischen Bahn, der auch nach Tarent fuhr. Er hielt an und liess Gäste aussteigen. Wir fragten ihn, ob wir mitfahren könnten, da meinte er, wir müssten zum Billetautomaten im Bahnhof gehen und dort ein Billet für die Fahrt kaufen. Wir stiegen wieder aus in der Meinung das damit die Sache erledigt war, denn wir nahmen nicht an, dass er so lange auf uns warten wollte. Marcel sagte enttäuscht beim wieder aussteigen aus dem Bus, der andere Bus sei «Rotto», da entgegnete der Buschauffeur, «waas Rotto», dann steigt ein aber avanti. Der Busfahrer hat wahrscheinlich verstanden, dass der Automat defekt sei und so kamen wir umsonst nach Tarent und konnten doch noch rechtzeitig unser Mietauto in Empfang nehmen. 

Die Athene hat es geschafft

am 16.8.2025
ist sie nach einem wilden Ritt in der Argonauti angekommen 

Auch ein Boot braucht mal Abwechslung!

Athene mittendrin in der Disco.

Huch - war das aufregend!!

G R A C O

Geheimnis einer verlassenen Stadt

 

Zwischen 1959 und 1972 wurde Craco durch eine Serie von Erdrutschen nahezu zerstört. 1963 musste die Stadt evakuiert werden. Die Erdrutsche wurden wahrscheinlich durch Arbeiten an Kanalisation und Wasserversorgung ausgelöst. Für die Bewohner erbaute man im Tal, wohin der Großteil der Bevölkerung evakuiert wurde, die neue Siedlung „Craco Peschiera“. Nach dem Erdbeben in der Irpinia 1980 gab man die Altstadt von Craco auf.

2010 nahm der World Monuments Fund Craco in seine Liste der gefährdeten Kulturdenkmäler auf.
Das Geisterdorf wurde nach der Evakuierung berühmt als Filmkulisse für Kinofilme wie Die Passion Christi von Mel Gibson oder James Bond 007: Ein Quantum Trost von Marc Forster. (Quelle: Wikipedia) 

Stationen einer Reise

Viele schöne Augenblicke begleiteten uns auf unserer Reise