2023 - Saison Zwei


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IM RAUSCH

Nach dem spannenden und intensiven Start mit unserem eigenen Segelboot der ATHENE im Juli 2022, von Lavrion nach Leros, haben wir den Winter in der Schweiz verbracht. Die Plaung und die Vorbereitung für die Saison 2023 laufen auch im Winter weiter. Wir freuen uns auf das Einwassern von ATHENE im März 2023 und das Lossegeln im April, in Richtung Kalamata. Fünf Monate sind vergangen, seit wir ATHENE in Leros in der EVROS Marina sicher geparkt zurückgelassen haben. Fünf Monate zu Hause den Herbst und Winter, so wie den nun sachte beginnenden Frühling erlebt. 
Jetzt wird es aber Zeit in die zweite Saison zu starten. 

VORWORT

Gut, eine Segelsaison zu «verpassen» mag jetzt nicht das Schlimmste sein was einem passieren kann, sehr schade ist es dennoch. Ich (Petra) hatte mich letzten Herbst dazu entschlossen, einen neuen Job anzunehmen, den ich am 14.11.2022 startete. Da war mir und Marcel schon klar, dass wir diese Saison «nur» während meiner Ferien zusammen mit ATHENE unterwegs sein können. Deswegen gestalteten wir die Saison 2023 auch anders. Im Frühjahr holten wir ATHENE aus dem Winterschlaf und überführten sie nach Kalamata am Peleponnes. Marcel konnte, wie er in den eindrücklichen Blogbeiträgen erzählt, mit Freunden / Kollegen die Sommerzeit auf ATHENE geniessen. Nur dadurch wurde schlussendlich auch die Überführung von Kalamata nach Preveza möglich. Urs hatte sich schon lange dazu bereit erklärt (danke Urs) und ich wollte ursprünglich die Etappe dabei sein. Wie sich herausstellte hatten wir einen guten «Riecher», denn ich hätte das gar nicht mitmachen können und für Marcel allein wäre es mehr als eine Herausforderung geworden. Am 3.8.2023 musste ich meinen Meniskus am rechten Knie operieren lassen, den ich mir bei einem Velounfall verletzte.
So setzte ich alles auf die Hoffnung, dass ich im Oktober wieder fit genug bin, um einen Törn und die Einwinterung von ATHENE mitzumachen. petra

März 2023: Schiff startklar machen.

24.3.-31.3.2023

Nach der Winterpause, in der an ATHENE einige Reparaturen und Verbesserungen durch die super Crew der EVROS Marina durchgeführt wurden, konnte sie am 23.3.2023 wieder eingewassert werden.
Am 24.3.2023 reisten Marcel und ich nach Leros, wo wir eine Woche nutzten, um die Yacht auf «Vordermann» zu bringen. Es bewahrheitete sich, dass es sich lohnt im Herbst die Yacht in tadellosem Zustand zu hinterlassen. Weil das die Vorbereitung für die neue Segelsaison enorm erleichtert. So haben wir in dieser Woche neben dem wieder anschlagen der Genua, dem montieren der Sprayhood und des Bimini auch zwei Lattenroste für die Eigener Koje zugesägt und installiert. Dass es sich darauf um einiges bequemer schlafen lässt, haben wir sofort gemerkt. Vorher waren einfach die Bretter der Verdeckung des Stauraums die Liegefläche. Da half auch die gute Matratze nicht viel, nach kurzer Zeit hatten wir starke Rückenschmerzen. Das gehört jetzt der Vergangenheit an. 

Was sonst noch?

Wir haben gefroren. Das Wetter war gemäss Einheimischen nicht typisch für März, der normalerweise mild ist. Es war windig und kühl. Ein Sturm fegte mit Gewitterfronten, Orkanböen und starkem Regen über die Insel. Wir mussten die Heizung, die wir zum Glück haben, anwerfen um es gemütlich zu haben. Nichtsdestotrotz erlebten wir die Insel noch einmal in vollen Zügen. Fuhren mit dem gemieteten Auto in jede Bucht die wir kannten und genossen den Frieden und die Einsamkeit, denn nirgends waren Touristen (die sowieso eher rar sind auf Leros). Die meisten Restaurants haben noch geschlossen. Die Maggia blüht und duftet herrlich. Leros ist sehr grün, der Regen lässt alles spriessen und wachsen.  

Wie geht’s weiter?
Am 13. April geht es schon wieder zurück nach Leros. Wir planen am 16. April die Überführung nach Kalamata auf dem Peloponnes. Wir hoffen auf gutes Wetter und passende Winde, so dass wir in ca. 12 Tagen die Strecke schaffen müssten. Einige spannende Inseln liegen auf dem Weg und wir freuen uns sehr auf das neue Segelrevier und auf die Landausflüge. Der Peloponnes hat viel zu bieten. Geschichtsträchtige Orte wie Olympia und Sparta. Die besten Oliven und die leckersten Feigen kommen von dort. Bis Ende August ist die Marina von Kalamata unser Heimathafen, bevor es im September weiter nach Preveza, im ionischen Meer geht. Dort wird ATHENE den Winter 2023 verbringen. Wir sind gespannt und freuen uns auf die diesjährige Segelsaison und stossen schon einmal darauf an! petra

16.4.2023-26.4.2023

335 Seemeilen in 10 Tagen: von den Dodekanes zum Peloponnes 

26.4.2023

Am Ziel mit Blick zurück

Wir sitzen an Deck von ATHENE, in der Marina von Kalamata. Hier sind wir seit dem 26.4. sicher vertäut. Die Sonne geht links hinter uns über dem Taygetos-Gebirge auf. Vor uns die Hafen Ausfahrt mit spiegelglattem Wasser, grosse flauschige Kumuluswolken reflektieren sich kitschig, rosarot im Meer. Der Kaffee dampft in der kühlen Morgenluft.  

Wir blicken auf die zehn Tage der «Überführung» von Leros in den Dotekanes nach Kalamata am Peloponnes zurück und sind happy. Nachdem wir ATHENE startklar gemacht hatten, hiess es am Sonntag dem 16. April definitiv Abschiednehmen von Leros. Der Insel die ATHENE Liegeplatz und uns viele Monate einen sichereren Heimathafen gewährte. Von jetzt ist unser Weg immer Richtung WEST. Quer über die Ägäis Richtung Peloponnes.  petra

19.4. - 20.4.2023 

Milos eigenwillig faszinierend

Wenig Wind, deswegen einmal Mehr unter Motor, erreichten wir nach 10 Stunden den Hafen Adamas auf Milos. Die Einfahrt in die riesige Bucht Ormos Milou ist beeindruckend. Der Hafen Adamas ist klein – die Aussenmole schien uns bei Wind und dem zu erwartenden Schwell der ein- und auslaufenden Fähren nicht geeignet. Im Inneren des Hafens liegen Fischerboote. Ein Teil ist für Dauerlieger reserviert. Die Mole hat zwar Moorings, aber es muss trotzdem geankert werden. Aufgrund der, Mitten im Hafen liegenden Mooring-Boje war das gar nicht so leicht,
auch weil es sehr schnell flach wird. So wurde es eher ein gemurxe. Marcel wollte neben einen Cat anlegen und platzierte den Anker entsprechend, der Marinero fuchtelte aber rum, weil er uns weiter links haben wollte. Der Wind war dann auch grad etwas böig. Kurz und gut, beim Rücklaufen schrammten wir an einem kleinen Fischerboot entlang, kamen ziemlich schräg an der Mole an. Dank helfender Hände anderer Segler, gelang es, unsere ATHENE so zu verholen, dass wir am Ende ordentlich neben einer Moody lagen. Übrigens: Weder Fischerboot noch ATHENE ist etwas passiert. Wie immer müssen auch hier zuerst alle Formalitäten erledigt werden: Hafenmeisterei, Liegeplatz bezahlen, Port Police, Transit Log abstempeln. Dann geniessen. Milos ist eine wunderliche Insel. Auch sie aus einem Vulkan geboren, immer wieder Veränderungen durch Vulkanausbrüche erlebt, bietet sie atemberaubende Ausblicke auf Felsformationen in allen erdenklichen Farbschattierungen. Im Inneren fruchtbare Ebenen grün und saftig. Wir konnten diese spezielle Insel am zweiten Tag unseres Aufenthaltes mit einem Auto erkunden. petra

16.-19.4.2023 

Westwärts

Bei ruhigem moderatem Südwind brachten wir die 25 Seemeilen von Leros nach Levitha unter Segeln hinter uns. Levitha empfing uns in ihrer kargen Schönheit. Die Ruhe und Einsamkeit beeindruckten uns aufs Neue. Viele Segler sind noch nicht unterwegs. Es sind meist kleine Crews auf Eigner Yachten, die aus allen Herrenländern die griechischen Gewässer durchstreifen. Unser Törn führte uns am 17.4. weiter nach Amorgos, in die weitläufige Bucht Ormos Kalotyri hinter der Insel Nikouria. Die Bucht ist wunderschön und gut geschützt bei allen Winden. Unser neuer 32kg-schwerer DELTA Anker hielt  was das Zeug hält. Zwar pfiffen zu Beginn einige Böen über die gegenüberliegenden Berge, die Nacht war ruhig.
Auf fast spiegelglattem Wasser motoren wir dem nächsten Ziel, der Insel Ios entgegen. Das charmante Hafendorf empfing uns freundlich. Ein netter Marinero und eine coole Seglerin vom Nachbarboot halfen uns beim Festlegen an der Mooring. Nach den Formalitäten beim Hafenmeister und der Port Police gönnten wir uns im Café direkt vis-a-vis unseres Liegeplatzes einen Sundowner. Dann  kurz noch den Diesel nachfüllen. Schon gings am nächsten Morgen weiter nach Milos. Bei der Ausfahrt begrüsste uns ein Delphin, schwamm kurz mit uns mit (wollte er mir wohl zum Geburtstag gratulieren??). Als tolle Kulisse zog dann die Insel Pholegandros an uns vorbei.  petra

20.4.-21.4.2023

Nachttörn zum Peloponnes

Dann heisst es vorbereiten auf die nächtliche Überfahrt, hinüber zum Peloponnes. Essen vorbereiten, warmes Wasser für Kaffee oder Tee. Und dann ging es um 18h los. Hinaus dem Sonnenuntergang entgegen. Ein Nachttörn ist immer eine spezielle Erfahrung. Das Licht erlischt mit der Sonne. Hinein in die Dunkelheit, langsam werden die Sterne sichtbar. Das Land verschwindet. Die Grenze zwischen Himmel und Meer kaum mehr auszumachen. Es ist magisch. Wir haben uns auf einen Zweistunden Rhythmus für die Wache festgelegt. Für eine Zweiercrew erscheint uns das am angenehmsten. An Deck geht die Zeit recht schnell vorbei. Ausschau halten nach anderen Schiffen. Und davon gibt es einige – grosse Frachtschiffe müssen im Auge behalten werden. Dank unserem AIS können wir gut erkennen, ob eine Kollisionsgefahr besteht. Denn wenn so ein Koloss mit 24 Knoten übers Meer düst, ist er schnell einmal näher als erwünscht. Aber, die Nacht ist wunderbar, die Sterne grösser und heller. Und schon erscheint im Osten ein leichter roter Schimmer – die Sonne geht auf das sind spezielle Momente, die  mit nichts zu ersetzen sind und nicht beschrieben werden können. Einfach erleben, geniessen, und in Erinnerung behalten. petra

21.4.-23.4.2023

Monemvasia

Dann die Ankunft nach 72 Seemeilen an der Ostküste des Peloponnes im ersten Hafen Monemvasia. Die alte Stadt liegt auf einem Felsen vor dem Land. Von See herkommend wirkt sie wie ein Spielzeugdorf. Kleine Würfelhäuser – umrahmt von einer Mauer. Einfach Hammer. Der Hafen von Monemvasia ist grad im Umbau. Es soll eine neue und erweiterte Kaianlage geben. Dank der frühen Jahreszeit gibt es aber längsseits an der Mole Platz. Wir liegen im hinteren Teil des Hafens, dort wo die Fischer ihre Boote vertäuen. Es gibt nichts – kein Wasser, kein Strom. Aber es ist idyllisch und ruhig. Es gefällt uns hier gut. Wir haben zwei Tage eingeplant, für eine kleine Verschnaufpause nach dem nächtlichen Törn von immerhin 14 Stunden. Marcel organisiert das Auffüllen des Diesels und ich, dass die Wäsche gewaschen wird. Das neue Monemvasia am Festland ist klein und einfach, hat alles, was es braucht.
Das alte Dorf auf dem Felsen haben wir besichtigt. Es ist eindrücklich. Das Verrückteste ist, dass alles, wirklich alles, via Handkarren zu den Geschäften, Restaurants, Hotels gekarrt werden muss. Knochenharte Arbeit für zähe Männer über Pflastersteine hinauf. Da schätzt du deinen Cappuccino auf dem Balkon mit Meerblick doppelt!  petra

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Dieser Anfang im 2023 war vielversprechend und hat gehalten, was wir von ihm erhofft haben. Seht selbst. Viel Spass. 

Höhenluft

Manchmal muss man auch über sich herauswachsen.

23.4.-24.4.2023

Die Mani und ihre Wohntürme

Nach einem kurzen morgendlichen Regenschauer ging es am 23.4 weiter, entlang der Ostküste und ums Cap Males. Schreck: eine schlafende Meeresschildkröte lag auf unserm Weg und wir rammten sie – es kamen beide mit dem Schrecken davon. Hier gibt es tatsächlich Meeresschildkröten, die unechte Karettschildkröte.
Am Abend konnten wir in der Agios Elena bei der Insel Elaphonisos den Anker in azurblaues Wasser hinunterlassen. Der Ausblick auf weisse Dünen mit hohen Bergen im Hintergrund – einzig. Es ist eine Doppelbucht mit schmalem Sand-Damm dazwischen. Nachts um 00:00h mussten wir den Anker allerdings neu setzten. Dann hielt er aber und wir konnten in Ruhe, trotz starker Böen aus Nord, schlafen. Am nächsten Morgen verholten wir ATHENE in die Nachbarbucht Ormos Sarakiniko, wo wir einen gemütlichen Sonntag mit allerlei Nichtstun verbrachten. Am nächsten Tag ging es weiter mit Ziel Porto Kagio. Dieser Hafen liegt am dritten Finger des Peloponnes, der Mani. Ein friedliches Stück Griechenland am Lakonischen Golf. Hafen bedeutet nicht immer auch an der Hafenmole festmachen können. Insbesondere am Peloponnes heisst es  meist vor dem Ort ankern. Die Wohntürme, die in luftiger Höhe auf den Felsen stehen sind meist unbewohnt, einige wurden restauriert. Wen die Geschichte über die Wohntürme interessiert, kann hier etwas dazu erfahren. petra

25.4.-26.4.2023

Kalamata 

Schon nähert sich der Törn dem Ende. Noch einen Hafen, nämlich Koroni, anlaufen und schon ist Klamata, das Ziel, in Sicht. Wir queren nach kurzem Segeleinsatz unter Motor den Messianischen Golf und ankern am Nachmittag vor dem malerischen Örtchen Koroni. Eine mächtige Burgruine thront über dem Ort. Oben ist es wunderbar, fast paradiesisch ruhig mit Olivenhainen und Kirchen. 

Dann heisst es letzter Tag auf dem Schiff, letzte Fahrt des Törns, Segel hoch und noch einmal geniessen. Die Küste von Messenien, wie der vierte Finger heisst ist sehr grün. Dort wachsen die berühmten Oliven von Kalamata. Im Hintergrund türmt sich das Taygetos-Gebirge, kurzer Regenschauer, Böen, der Wind geht auf 0, es wird ganz ruhig, wir sehen eine riesengrosse Meeresschildkröte. Ein wunderbarerer Abschluss dieser 10-tägigen Segelreise. 

Wir sitzen an Deck von ATHENE und geniessen den Sonnenaufgang – leicht kitschig, der Kaffee dampft in der kühlen Morgenluft.  petra

30.6.-8.7.2023

Segelwoche mit Andi

Dank dem netten Angebot von Vincent, uns an den Flughafen Zürich zu fahren, gings diesmal flotter nach Griechenland als ich das sonst gewohnt war. Andi war schon richtig aufgeregt, hatte alles richtig gepackt und war gut vorbereitet auf den Segeltörn in Griechenland. Wir waren rechtzeitig am Flughafen, so dass uns die Warteschlange nichts anhaben konnte. Ich war nur mit dem Handgepäck unterwegs. Andi hatte natürlich mehr dabei und musste sich in die Schlange einreihen. Aber er trug es mit Fassung. 

Nach einer super Landung auf dem Miniflughafen von Kalamata hatte uns Griechenland wieder. Andi musste auf das Gepäck warten und bemerkte dabei belustigt: „Wir sind die einzigen Ankömmlinge, ein witziges Gefühl.“ Auch darüber wie sich die Ankömmlinge am einzigen Rollband aufreihten, konnte man schmunzeln. 

Angekommen auf dem Schiff, gleich mal alle Fenster geöffnet, um die Hitze rauszulassen. Wichtige Dinge kurz erklärt und in Gang gebracht. Anschliessend sind wir dann in die Stadt gegangen und haben als erstes einen Apero in der Fussgängerzone genommen und anschliessend sind wir, man würde es nicht glauben, zum Italiener gegangen, um uns eine Pizza zu gönnen, Andis Idee und so sollte es die ganze Woche weitergehen. Ich der kleine Hinterherwedler von Andi, aber es hat Spass gemacht er hat die Skipper im Griff, das muss man neidlos anerkennen. 

2.7.23 Samstag Markt in Kalamata

Am Samstag und Mittwoch ist jeweils Markt in Kalamata, da müssen wir hin.  Nach dem Ausschlafen sind wir Richtung Markthalle geschlendert und Andi hat fleissig seine Fotos gemacht. Gekauft haben wir nichts, denn es war inzwischen schon so heiss, dass wir uns dazu entschlossen im Supermarkt einzukaufen. Dort haben wir dann alles Nötige eingekauft, denn wir waren uns sicher, dass wir nicht jeden Tag auf dem Schiff kochen wollten. 

3.7.23 Sonntag 

Am Morgen Kaffetrinken im Coffeshop von Andis Vertrauen anschliessend chillen auf dem Schiff und am Nachmittag im Skippers einen Apero nehmen, das war der Plan von heute. 

Wir haben uns darauf geeinigt, es langsam anzugehen und uns auf Dienstag verständigt, um den Törn zu starten. Für Montag war vorgesehen, ein Fahrzeug zu mieten und die Umgebung von Kalamata inkl. die Berge zu erkunden. 

Am Abend kam Andi mit dem Vorschlag, dass wir vielleicht doch am Montag auslaufen sollten, sonst würden wir zu lange in der Marina rumhängen. Ich war sofort damit einverstanden und so ging es am Montag los.

4.7.23 Montag auslaufen Richtung Koroni

Wir hatten einen wunderbaren Wind und konnten praktisch ohne Motorunterstützung von Kalamata bis Koroni durchsegeln. Wir haben dann das Beiboot bereit gemacht und haben Koroni erkundigt inkl. des wunderbaren Klosterhügels. Das Abendessen  in einem Hafenrestaurant und einen Sundowner zum Abschluss,  bevor es zu Schiff zurückging

5.7.23 Dienstag auslaufen Richtung Methoni

Am Morgen sind wir nochmals mit dem Beiboot zur Stadt gefahren, haben einen Kaffee getrunken und eine extra grosse, extra süsse Crêpes bestellt. Die haben wir nicht einmal zur Hälfte gegessen, weil es etwas zu viel des Guten war. Andi ist sowieso kein Süsser er hätte lieber Chips mit Oliven gehabt. 

Dann hiess es  losfahren. Vor Methoni befindet sich ein militärisches Übungsgebiet, dass wir nicht queren wollten, so haben wir uns am Rand des Sperrgebiets Richtung Methoni hochgehangelt.  Ein bisschen segeln konnten wir aber an den Montag kam kein anderer Tag mehr heran. In der Bucht von Methoni  lagen schon einige Schiffe als wir einliefen. Wir legten uns hinter einen Kat und neben einen Engländer. Dieser hielt es mit uns anscheinend nicht lange aus und verholte sich weiter Richtung Ufer. War uns auch recht, mussten wir nicht immer aufpassen, dass wir ihm zu nahekommen. Mit dem Dingi ging es rudernd Richtung Ufer. Im Navily gab es Tipps, man solle mit dem Dingi nicht an die Mole, es habe Armierungseisen unter der Wasseroberfläche und es hätten schon einige Dingis deswegen Schaden genommen. Einige schrieben, sie hätten das Dingi auf den Sandstrand gezogen, was wir auch gemacht haben. War ein guter Rat. 

6.7.23 Mittwoch Rückfahrt nach Kalamata

Auch hier haben wir das militärische Übungsgebiet umfahren und konnten doch noch einige Meilen segeln. Vor dem Kap haben wir die Segel gestrichten und sind unter Maschine ums Kap gefahren, man weiss ja nie, was uns da noch erwartet. Und tatsächlich, anders als erwartet tauchte ein Delfin auf. Andi hat ihn sofort bemerkt ist runtergehechtet und hat sein Handy geholt. Wir haben schon gedacht, dass der Delfin nur auf der Durchreise sei. Da plötzlich machte er einen Riesensatz und Andi konnte ihn bei seinem akrobatischen Kunststück filmen. Ein großartiges Erlebnis. Den Rest bis Kalamata haben wir unter Maschine zurückgelegt und sind dann wohlbehalten noch vor dem Unwetter, dass sich über dem Land ausbreitete in der Marina festmachen.

7.7.23 Donnerstag Hafentag

Wir haben den Donnerstag wieder gemütlich genossen, Andi ist zum Strand gegangen und hat sich einige Zeit im Wasser aufgehalten. Anschliessend sind wir in den Skipper (Marina Restaurant) und haben uns einen griechischen Salat gegönnt. Andis Tierliebe kannte keine Grenzen, er bewahrte ein Baguette auf, um es dann den Enten zu füttern die regelmässig an unserem Schiff vorbeipaddelten. 

 

8.7.23 Abschied

Andi muss heute auf den Flugplatz. Am Morgen hat er das übrig gebliebene Pouletfleisch abgekocht, um es den Katzen zu bringen. Er hat es so lange abgekocht, bis die Gasflasche leer war. Das nennt man Tierliebe. Wir sind dann nochmals kurz Richtung Lieblings Coffeeshop von Andi gezogen und anschliessend musste es nochmals einen Umweg Richtung Katzentreffpunkt geben, wo er seine weichgekochten Pouletstücke loswurde. 

Ich würde behaupten, ein gelungener Einsteigersegeltörn ist uns gelungen. Wir hatten viel Spass und am Schluss war der Abschied doch noch mit einigen Tränen verbunden, denn ich kannte Andi ja vorher nicht von seiner guten Seite, sondern eher etwas zurückhaltend und grimmig. Aber die Sonne, das Meer, die Katzen, Hunde, der Uso, die Stimmung vermochten Berge zu versetzen, ich glaube wir sind dank dieser Woche andere Menschen geworden. Das ist doch schon mal was.  marcel

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8.7.-20.7.2023

Arbeiten am Schiff

Es gibt immer viel zu tun auf dem Boot. Im Sommer während meines Aufenthalts in Kalamata habe ich den Niedergang und die Niedergangstreppe bearbeitet und den Tisch draussen refittet. Auch die hinteren Kabinen sind jetzt mit Bettrosten ausgestattet so, dass das Liegen angenehmer ist. Im Frühling werden die Winschen revidiert und evtl. bekommt das Unterwasserschiff nochmals einen Antifoulinganstrich. Der Anstrich in Leros hat gute Dienste geleistet, das Unterwasserschiff konnte mit dem Hochdruckreiniger sehr gut von Bewuchs befreit werden. 

1.8.-10.8.2023

10 Tage mit Fredi und Hanspeter

Nach einem Kurzaufenthalt in Muttenz ging es am Nationalfeiertag wieder gen Griechenland. 
Wir hatten viele schöne Momente in diesen 10 Tagen. Der Plan war wie immer mit dem Wind zu gehen. Das hat auch gut funktioniert. Wenn man bedenkt, dass man im Mittelmeer wochenweise Flaute haben kann, war das schon ganz schön. 

1.8.2023 Anreise Zürich – Kalamata

Wir trafen uns im Flughafen Zürich und die Begrüssung war  herzlich und von viel Gelächter begleitet, wie ich meine Freunde nicht anders kenne. Da konnte ich mich schon wieder auf viel Spass mit den Zweien freuen. Ankunft in Kalamata und schon war es wieder angenehm heiss. 

Hanspeter juckte es unter den Fingern er wollte was tun, typisch Hanspeter halt.

Für ihn gab es eine besonders lukrative Aufgabe, Dingi und SUP mit Luft versorgen. Das war mit unserer Pumpe und den Ventilen an den Geräten nicht so einfach, also schon die erste Gymstunde wie es uns Fredi versprochen hatte. Der Schweiss floss in Strömen aber am Schluss war alles bereit, um auszulaufen zumindest, was die Athene betraf. 

Die Athene lag gut vorbereitet da, schnell alle Fenster geöffnet, um den Mief der letzten Wochen rauszulassen. Am Abend machten wir den ersten Restaurantbesuch. 

2.8.2023 Kalamata

Einkauf im Supermarkt der nicht weit von der Marina ist. Wir haben uns vorgenommen, viel zu kochen und die Restaurants erst bei der Rückkehr zu bedienen. Dieses Vorhaben konnten wir gut umsetzen und die Menüs waren immer sehr lecker. Im Supermarkt fragten wir, ob sie uns die Ware ans Schiff bringen würden, was sie bejahten, sie kämen gegen Mittag und tatsächlich kam die Ware rechtzeitig an. Nach dem Einkauf im Supermarkt musste Hanspeter noch ein paar Flip-Flops holen. Der Schuhladen lag auf dem Weg zum Schiff, da wurde er  fündig. Allerdings war er nicht zufrieden  mit ihnen, denn nach kurzer Zeit hatte er Schmerzen. Wir verstauten alles, anschliessend ging ich n auf die Portpolice, um mitzuteilen, dass wir am nächsten Tag auslaufen werden, und holte mir den Stempel. Ich ging dann noch zu Georges dem Messinian Yacht Center, um nach meiner Aussenborder Batterie zu fragen. Sie war noch nicht angekommen. Am Abend gingen meine Freunde allein auf Tour und assen auch gleich was im Restaurant, ich wollte mal eine Esspause. 

3.8.2023 Auslaufen Richtung Koroni

Am späteren Vormittag liefen wir nach Koroni aus, Distanz rund 17 sm mit Wind suchen. Schon am ersten Tag konnten wir schon 15 sm segeln, ein Traumwert. Nach der Ankunft in Koroni war die erste Handlung wie dies auch in den nächsten Buchten der Fall war, Badeplattform runter und wer war zuerst im Wasser? Richtig: Hanspeter. 

Ein feiner Spaghetti Topf versüsste uns den Abend und es wurde mit jeder Stunde lauter, denn gegenüber versuchten zwei Restaurants sich in der Lautstärke zu überbieten. Aber am Morgen gegen 3 Uhr wurde es langsam leiser. Das ist halt Griechenland, wer's mag bleibt, wer nicht geht. 

4.8.2023 Koroni - Methoni

Auch hier machten wir uns nach dem morgendlichen Schwumm gegen Mittag auf den Weg. Rund 30 Meilen lagen vor uns. Der Wind blieb uns treu und wir konnten auch hier wieder 24 Meilen unter schönstem Wetter und Wind zurücklegen. Allerdings mussten wir oft wenden, um am Wind zu bleiben, aber das machte ja auch Spass. In Methoni hatten wir wieder einen guten Ankerplatz und der Anker hielt auch da tipp-topp. Meine Freunde packten das Dingi und ruderten an Land, um die Gegend zu erkunden. Ich blieb auf dem Schiff. Sie hatten das Glück, dass die Festung zur Besichtigung offen war und konnten ein paar schöne Fotos für die Erinnerung schiessen. Hanspeter schoss für mich auch ein paar gute Bilder. Anschliessend gingen sie noch ins Restaurant und assen etwas. Ich hatte genug auf dem Schiff und mir war es recht so. 

5.8.2023 Methoni – Pilos

Heute hatten wir eine kurze Distanz zurückzulegen.  12Uhr Start und 14h Ankunft.

Die Bucht von Pilos ist riesengross, im Hafenhandbuch wurde die Marina beschrieben als neu aber ohne Infrastruktur und weil das Liegen dort umsonst sei, lägen mehrere Yachten da, die vor sich hergammeln würden. Und der Handelshafen war auch nicht das gelbe vom Ei, deshalb zogen wir es vor in der Bucht ganz hinten, wo die Sandstrände sind zu ankern und es war eine gute Entscheidung. Wir konnten gut Ankern. Zum Strand war es nicht weit. Hanspeter setzte mit dem Beiboot rüber und Fredi schnappte sich das SUP. Wir wussten, dass sich das Wetter gegen Abend und am nächsten Tag verändern würde, das heisst es war stärkerer Wind angesagt und das spürten wir auch gegen den Abend zu. Wir hatten uns schon in Kalamata abgesprochen, dass sich die Buchten bei den kommenden Bedingungen nicht eignen, um ruhige Nächte zu verbringen, deshalb haben wir uns dazu entschlossen nach Kalamata zurückzufahren dort Frischwasser aufzunehmen, ein Auto zu mieten und das Maniland und über die imposante Bergstrecke von Sparta nach Kalamata zurückzufahren. 

6.8.2023 Pilos – Kalamata

Rückfahrt 8 Stunden. Auch wieder mit Superwind praktisch von Haustür zu Haustüre.  40 Seemeilen unter Segeln. Hanspeter kümmerte sich am Abend um einen Mietauto und dann liessen wir den Tag bei einem guten Essen in einem neuen Restaurant ausklingen. 

7.8.2023 Landgang

Wir fuhren mit dem Auto ins Maniland. Beim Hinfahren hatten wir einen Wagen vor uns, der es mit der Geschwindigkeit sehr genau nahm. An einem Aussichtspunkt stiegen sie auch aus es war ein junges deutsches Paar, das die gleiche Route nehmen wollte wie wir. Sie meinten aber, der Autovermieter habe ihnen gesagt, dass die Passstrasse zurzeit geschlossen sei, wir werden sehen.  Wir unterhielten uns kurz und sie gaben an, dass sie zu den Höhlen gehen. Das war für mich das Stichwort. Wir machten disponierten um und wollten auch zu den Höhlen. Leider war die Zeit schon etwas fortgeschritten, so dass wir nicht mehr mit der Gondel durch das Labyrinth fahren konnten, aber der Fussweg, den wir zu dieser Zeit noch begehen konnten, ist genauso eindrücklich. Auch der Abstecher dahin in die Bucht ist sehenswert. Anschliessend ging es via Sparta über die Berge nach Kalamata. Einmal mehr eine Traumroute. Später haben wir dann die zwei jungen Deutschen wieder im Hafen gesehen, sie lagen mit ihrem Schiffchen auf der anderen Seite unseres Steges. Ich kam kurz mit ihm ins Gespräch und er sagte, dass sie mit ihrem 27 Fuss-Schiff von Kroatien in die Türkei gereist seien und jetzt wieder auf dem Rückweg seien. Ende Sommer laufe ihre Auszeit von 1 ½ Jahren aus, dann müssten sie wieder Geld verdienen. 

8.8.2023 Kalamata – Porto Kargio

Heute ist es das erste Mal, dass wir die ganze Strecke motoren musste und es war laut Prognose zu befürchten, dass es auch morgen genau so weitergehen sollte. Porto Kargio ist eine wunderschöne Bucht eingerahmt von hohen Bergen und mit vielen Wehrtürmen rund herum. Der Wind war moderat in der Bucht anders als im April als Petra und ich da waren. Doch diesmal brauchten wir mehrere Anläufe, bis die Anker hielt, denn es wird schnell sehr tief, man muss also sehr nahe ans Ufer damit der Anker rechtzeitig unten ankommt. Wir ankerten zwischen einem Einrümpfer aus Deutschland und einem Katamaran aus Frankreich. Der Eigner des Katamarans schaute schon komisch als wir uns neben ihn setzten. Das deutsche Paar klagte anderen Seglern, die vorbeikamen: «Wir haben gedacht, dass wir allein sind und jetzt das!» Ja man kanns halt nicht immer allen recht machen. Wir haben wieder auf dem Schiff gegessen.

9.8.2023 Porto Kargio – Koroni

Entgegen der Windvorhersage hatten wir schnell Wind und konnten wieder praktisch vors Tor segeln. Auch hier verbrachten wir wieder einen lautstarken Abend mit viel Musik bis spät in den Morgen.

10.8.2023 Koroni - Kalamata

Die letzte kurze Etappe genossen wir auch wieder unter wundervollen Segelbedingungen.


11.8.2023 Kalamata Abreisetag

Bevor meine Freunde das Boot verliessen, um auf den Flughafen zu kommen, probierte Hanspeter und ich noch unseren neuen Mastlift aus. Dank dem Mastlift kann jetzt eine Person allein in den Mast, wenn das erforderlich ist. 

Um 12.30 kam das Taxi und weg waren sie. Fast zwei Wochen waren wir unterwegs, es war eine schöne Zeit. marcel

Erste Woche September 2023

Roadtrip auf dem Peloponnes mit Urs

Tizian wollte auch für eine Woche mitkommen, konnte aber erst eine Woche später als Urs nach Kalamata anreisen, deshalb haben Urs und ich uns dazu entschlossen, in dieser Woche einen Roadtrip zu den Highlights des Peloponnes zu machen. 
Dieser Trip war etwas ganz besonderes und ist auch die DNA unserer Segelreisen, nämlich nicht nur die Häfen und Ankerplätze kennen zu lernen, sondern Land und Leute drum herum. Wir nehmen uns immer genug Zeit dafür, sofern dies der Liegeplatz für die Athene auch für längere Abwesenheiten zulässt. Wir wollen die Gegenden in denen wir uns mit dem Segelboot befinden, auch bereisen. 


Wir mieteten ein Auto und sind am 30. August von Kalamata über die Berge via Sparta nach Nafplio gefahren und haben dort übernachtet. 

Nafplio

Zu den Sehenswürdigkeiten Nafplios zählen die drei Festungen der Stadt: Die Festung Akronafplia befindet sich auf dem Burgberg oberhalb der Altstadt; die von den Venezianern 1711–1714 erbaute Palamidi-Festung bekrönt eine 216 m hohe Anhöhe östlich der Altstadt und ist nach dem antiken Sagenhelden Palamedes benannt. Man erreicht sie entweder mit dem Auto oder erklimmt die 999 Stufen. Die Bourtzi-Festung liegt auf einer kleinen Insel vor der Hafeneinfahrt, sie wird im Volksmund auch „Henkersinsel“ genannt, da sie ehemals Wohnstätte des Henkers und Gefängnis der Delinquenten war. 

Von früheren Stadtmauern sind zwei Schutzwehrtürme sowie zwei Stadttore erhalten. 

Korinthkanal

Am nächsten Tag ging es via Korinthkanal 

Bevor der Korinthkanal gebaut wurde, musste ein 400 km langer Umweg in Kauf genommen werden, um vom Saronischen Golf ins Ionische Meer zu gelangen! 

Schon Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. Endstand die Idee, aber mit den alten Techniken wurde daraus nichts. Stattdessen wurden die Boote auf einer asphaltierten Straße abgeschleppt. 

Im Laufe der Jahrhunderte versuchten viele Menschen, darunter Alexander der Große und Nero (mit Tausenden von Sklaven), den Kanal von Korinth zu beenden, aber er wurde erst 1893 fertig gestellt. Der Erfolg des Suezkanals ermöglichte die Realisierung des Korinth-Kanals. 

Heute durchqueren rund 11 000 Schiffe diesen 6 km langen Kanal (mit 80 m hohen Klippen). Die meisten von ihnen sind kleine Touristenboote oder Kreuzfahrtschiffe. 

Da der Kanal nur 24,6 Meter breit ist, ist es unmöglich, dass 2 Schiffe gleichzeitig überqueren. 

Schmalspurbahn von Diakopto

Der weitere Weg führte uns nach Pounta Achaias wo wir eine Unterkunft am Meer bezogen, um am nächsten Tag mit der Schmalspurbahn von Diakopto nach Kalavryta zu fahren. 

Olympia

Anschliessend ging es nach nach Olympia wo wir auch eine Übernachtung einlegten 

Die Olympischen Spiele, benannt nach ihrem Austragungsort Olympia im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes, waren Teil eines Zyklus, der drei weitere Panhellenische Spiele umfasste: Die Pythischen Spiele in Delphi, die Nemeischen Spiele in Nemea und die Isthmischen Spiele auf dem Isthmus von Korinth. 

In der Anfangszeit gab es nur einen Wettlauf über die Distanz des Stadions (192,24 Meter). Die Spiele erhielten mit der Zeit eine immer größere Bedeutung. Sie waren aber keine „Sportveranstaltung“ in unserem heutigen Sinne, sondern ein religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus und des göttlichen Helden Pelops. In ihrer Blütezeit dauerten die Spiele fünf Tage – der erste Tag war bestimmt von kultischen Zeremonien wie Weihehandlungen und dem Einzug der Athleten, Betreuer, Schiedsrichter und Zuschauer in den heiligen Hain von Olympia. Neben den Wettkämpfen – zuletzt waren es 18 in den Sportarten Leichtathletik, Schwerathletik, Pentathlon und Reiten – waren musische Wettbewerbe ebenso wichtig. Nicht der Sport als solcher stand im Mittelpunkt, sondern die religiöse Komponente. 

Fotos von Olympia 

und am nächsten Morgen erreichten wir, nachdem wir noch eine Abstecher über Kyparissia machten, Kalamata. 

Nach einer Übernachtung im Schiff gings am anderen Tag Richtung Osten zum Amphitheater von Epidauros. In der Antike kamen die Menschen aus ganz Griechenland nach Epidaurus. 

Epidauros 

Dort fanden sie den Haupttempel, der dem Gott der Medizin, Asklepios, gewidmet war. Der Ort war bekannt für seine aussergewöhnliche Heilungsfälle. 

Heute ist Epidauros berühmt für sein altes Theater. In diesem Theater, das im 4. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde, wurden Theaterstücke gespielt, um die Kranken, die für die Wunder kamen, zu unterhalten. 

Mit einer Kapazität von 14.000 Personen ist dieses Theater perfekt erhalten und seine Akustik ist außergewöhnlich. 

Wenn du eine Münze in der Mitte der Szene fallen lässt, hört man es ganz oben in der Tribüne! Noch heute wird das Theater jedes Jahr während des Epidaurus-Festivals für antike griechische Theateraufführungen genutzt. 


Monemvasia

Den letzten Aufenthalt machten wir in Monemvasia das ich ja schon von unserer Anreise mit dem Boot im April kennen lernen durfte. Dieses Mal bestiegen wir aber den Berg und hatten einen unverschämten Ausblick über die Stadt und die Ägäis.  marcel

10 Tage auf der hohen Kante

Fredi und Hanspeter holen alles aus dem Boot heraus

Gastbeitrag von Urs

Das Winterlager ruft 

29. August bis
29. September 2023
 

Die Vorfreude auf Lammchops
Darf ich uns kurz vorstellen? Wobei, Marcel kennt ihr schon. Ich Urs, fast gleich alt und vor vielen Jahren mal jollengesegelt, hab Marcel vor rund 25 Jahren «auf Arbeit» kennen gelernt und wir kamen nie ganz voneinander weg. So sagte ich spontan zu, mit ihm zusammen seine Athene von Kalamata nach Preveza ins Winterlager zu überführen. Nicht das Segeln und nicht das Planschen im Mittelmeer war massgebend für meinen Entscheid. Nein, es war die Freundschaft zu Marcel und natürlich die Aussicht auf gegrillte Lammchops.
Und jetzt der Reihe nach.

Eine Woche Peloponnes
Unsere erste Woche stand ab dem 29. August im Zeichen der Kultur und der wunderschönen B&B und Ferienwohnungen. Mit Werni, unserem gemieteten, weissen Peugeot folgten wir den Spuren der Antike. Wir begannen mit einer wunderschönen, abenteuerlichen Fahrt über die Gebirge und durch Schluchten zum Badeort Nafplio, dem St. Tropez des Peloponnes. Nach einem letzten Foto von der Burg auf die Bucht riefen die alten Steine vom Amphitheater in Epidauros und am Hügel in Mykene. Ein Salat in der Fussgängerzone von Korinth brachte uns in die Jetztzeit zurück und zum ersten maritimen Highlight. Beim Kanal von Korinth «versank» die Brücke im Wasser und gab einem Katamaran und einem Frachter im Schlepptau die Fahrt durch dieses eindrückliche Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert frei. Abends dann in Diakopto ein erstes kleines Bad im Meer und ein wunderschönes Abendessen hoch über der Küste. Am Donnerstag dann eine anderthalb-stündige, atemberaubende Zahnradbahnfahrt durch Schluchten und Wälder nach Kalavryta zum Mittagessen. Und nachmittags folgt ein erster, unfallfreier Höllenritt auf der E55 – der gefährlichsten Schnell-strasse Griechenlands – nach Olympia.
Wir zwei, die sich für die direkten Nachfahren von Adonis hielten, besuchten im Olympia- und Antikenmuseum unsere Vorfahren.
Nach einem samstäglichen Zwischenhalt auf der Athene ging’s am Sonntagmorgen über die menschenleere Autobahn und kurvenreiche Landstrasse nach Monemvasia am Ägäischen Meer. Eine bezaubernde Altstadt auf einer Halbinsel und eine Burgbesteigung waren die Mühen des Verkehrs allemal wert. Auf der Rückfahrt brachte uns ein Clubsandwich in Sparta endgültig in die Gegenwart zurück.

Der Proviant
Am Montagabend haben wir bei Regen unseren Peugeot mit Mineralwasser befüllt und begleitet vom schönsten Regenbogen in der Athene gebunkert. Die Verpflegung für die nächsten zwei Wochen wurden dann von drei Vespa-Fahrern pünktlich in abertausenden Plastiksäckchen geliefert. Leider stellte sich rasch heraus, dass die drei Rotweine doch etwas arg knapp bemessen waren. Dafür entpuppte sich der in Griechenland omnipräsente Feta zum Ladenhüter und die Maiskolben landeten, da in Essig eingelegt, im Sondermüll. Bis ans Lebensende bin ich den drei Biscotti-Päckchen dankbar. Sie bewahrten mich jeweils mittags zusammen mit dem Leerdammer und dem Rohschinken vor einer Hungerkrise.

Schiff ahoi am 6. September 
Am zweiten Dienstag stiess noch Tizian, Marcel’s Jüngster, zu unser Altherrencrew. Und am Mittwoch nach dem Mittagessen hiess es in Kalamata «Leinen los». Ziel war eine Badebucht unweit in Koroni. Doch Neptun war uns nicht gnädig, die Wellen wurden grösser, die Sonne griesgrämiger.
Marcel’s Lieblings-App Navily zeigte auf der Ostseite ungünstige Ankerbedingungen, was uns einen ersten Höllenritt um das Kap herum bescherte. Halbwegs sicher ankerten wir in einer Badebucht bei hohem Schwell. Athene tanzte im Wechsel der Wellen, neigte sich mal links, mal rechts, mal vorne, mal hinten. Und alles mit Blick auf zwei Hafenbeizen. Unsere Angus-Steaks liessen wir im Kühlschrank und Tizian und Marcel zauberten eine feine Tomaten-Thon-Sauce mit Penne auf den Teller.
Während der unruhigen Nacht kam Tizian zur Einsicht, dass er uns zwei alternde Adonisse doch lieber alleine lassen würde und am Freitag gerne von Bord ginge. Gesagt getan und nach Pilos gedieselt. Mit Balu dem Beiboot frisches Brot geholt und eine Glace gegessen und abends dann die Angus-Steaks mit Bohnen genossen.
Freitags zog ich mein weisses Hirtenhemd an und fühlte mich wie ein Kapitän, denn ich hütete die Athene, während Marcel mit dem Balu Tizian an Land brachte und dabei mangels Luft in einer Kammer, fast absoff.
Am Samstag dann der Peloponnes-Westküste hoch nach Kyparissia, wo wir in einem neuen, fast leeren Hafen längsseits an einer Mole festmachten. Unterwegs hat mir Marcel mit mehreren Mann-über-Bord-Manövern geholfen, meine bescheidenen Jollen-Segel-Kenntnisse aufzufrischen.

Die Flucht
Am Sonntag, dreissig Minuten nach Mitternacht, polterte Marcel an meine Kabinentüre: «Aufstehen, anziehen, ablegen, flüchten». Der Wind drückte die Athene andauernd gegen die Mole und strapazierte die Fender. Im dritten Anlauf gelang es, die Athene - bis auf einen kleinen Kratzer - unversehrt los zu bekommen. Eine Nachtfahrt begann. Marcel übernahm die erste Schicht und überliess mir dafür den Sonnenaufgang – wunderschön!   
Um elf hiess es dann in einer romantischen, türkisblauen Kreidefelsen-Bucht an der Südwestspitze von Zakynthos «Anker Marsch». Immer wieder wurden wir von Ausflugsbooten, die sich diese Vorzeigebucht ausgiebig beäugten, umrundet. Ein Anker-Schweppes und ein Bad im Meer – mit Badeplattform-Dusche – liess die wilde Nacht bald vergessen. Doch, das sollte nicht das Ende des Tages sein.
Gewissenhaft wie Marcel eben ist, umrundete er mit Flossen und Taucherkappe die Athene und stellte fest, dass sich der Anker unter einem Felsen versteckte. Die nächste Flucht nahm ihren Lauf. Nach ein paar Not-Biscotti gelang es der Athene-Crew, den Anker im ersten Anlauf zu lösen - aufschnaufen und weiterfahren. Aber wohin? Zuerst an der Westküste nördlich, der Wind nahm zu und Navily meldete keine feinen, sicheren Badebuchten. Also, 180-Grad-Wende, südlich um das Kap auf die Ostseite in Richtung Zakynthos-Stadt. Der Wind nahm zu, es «knallte und tätschte» die Athene rauf und runter. Aber Marcel erreichte in stoischer Ruhe nach drei Stunden Wellenreiten den vorher reservierten Yachthafenplatz in Zakynthos-Stadt. Ich sass angekettet auf Deck und bewunderte «meinen» Skipper. Um halb sechs stritten wir uns mit einer «Levante-Fähre» um die Hafenvorfahrt. Wir gaben klein bei und steuerten im Kielwasser unseren Liegeplatz an - ohne Wasser und Strom, aber nett umsorgt. Wir sollten hier drei Nächte verbringen - inmitten von tausenden Engländern.
Die dritte Nacht hat die Port-Polizei zu verantworten. Sie bestanden auf einem Originaldokument mit Stempel auf dem Fahrzeugschein. Der nette Herr H. vom Seeschifffahrtsamt in Basel erbarmte sich unser und am dritten Morgen konnte Marcel die PDF-Kopie mit Stempel vorlegen. Wir nutzen die Zeit, um die Athene von den Salzkrusten des Höllenritts zu befreiten.

Ionisches Meer - der Thunersee des Südens
Am Mittwoch den 13. September gings endlich weiter in Richtung Norden. Das Ionische Meer ruft. Vorbei an den Felsen der blauen Grotten und begleitet von einem Delfinschwarm gings in Richtung Kefalonia. Die Xi-Bucht bot uns ein hübsches Ankerplätzchen mit Ausblick auf die Wasserskifahrer. Das restliche Gemüse für Marcel’s berühmte Eier-Gemüse-Pfanne geschnippelt und mit zwei kleinen Quallen um die Wette geschwommen, so lässt sich’s leben.
Am Donnerstag – den leichten Morgennebel hat Marcel verschlafen – ging’s weiter nordwärts. Nach einem ersten Ankerversuch in einer fjordähnlichen Bucht war leider unser Anker auf Deck festgezurrt.  Aber Marcel, der Ankergott, konnte mit all seiner Kraft und den tausend Werkzeugen den Schaden beheben. Die nächste Bucht bot uns einen feinsandigen Ankerplatz – und abends feine Penne mit Pesto.
Ein wunderschöner Sonnenaufgang über den Bergen und dann nichts wie los nach Ithaka. Hier im Ionischen Meer stehen sich die vielen Inseln ja fast auf den Füssen rum - umringt von zahlreichen Segelbooten. Das lässt mein Jollensegelherz jubilieren! Aber Ithaka vertrieb uns mit seinen welligen und steinigen Buchten. Also ab nach Meganisi, wo wir dann im zweiten Anlauf um halb sieben kurz vor Dunkelheit eine ruhige Bucht fanden.
Samstags, als der Nebel weg war eine schöne Fahrt rüber zum Festland. Wo wir kurz vor dem Kanal nach Lefkada eine einsame Bucht mit Bäumen bis ans Wasser fanden. Hier genossen wir unser letztes Bad im Meer.
An dieser Stelle noch der Hinweis, dass wir uns auf der ganzen Reise an der üppigen, grünen Vegetation freuen durften. Von Waldbränden, wie auch von den grossen Überschwemmungen im Nordosten Griechenlands, wurden wir bei Sonne und 30 Grad Wärme verschont. 

Preveza – wir kommen
Es ist Sonntag, der 17. September – der letzte Tag der Überführung ins Winterlager. 
Im Kanal nach Lefkada kreuzten uns ganze Horden von gecharterten Yachten. Für die meisten war’s wohl der erste Tag des Törns.
In Lefkada kurz auf die Öffnung der Brücke gewartet und dann Freie Fahrt nach Preveza. Im Stadthafen getankt und vom Cleopatra-Marinero perfekt eingewiesen – Marcel ist nicht nur ein Ankergott sondern auch ein Landungsgott. Ratzfatz lag die Athene gut vertäut im hübschen Hafen. Dem Marinero blieb nur noch das Staunen.
Ein paar Tage zu früh, aber mit vielen schönen Erinnerungen und den besten Lammchops im Hafenbistro fühlten wir uns pudelwohl. Wäsche waschen, gepflegt duschen, mit den Nachbarn tratschen und etwas aufräumen: schon war der Sonntag vorbei.
Montags dann mit dem Taxi zur Hafenpolizei – wie zwei alternde Deppen haben wir den Marina-Boots-Transfer verpasst – um unsere Ankunft aktenkundig zu machen. Nach einem wohlverdienten Schläfchen am Nachmittag noch schnell die Lebensmittelbunkerliste aktualisiert. Und schon gings zum letzten gemeinsamen Abendessen ins Marina-Pub.

Die grosse Trennung
So dramatisch dieses Kapitel auch betitelt ist, so harmlos fing es mit einem letzten Schoggiweggli an. Doch dann kam das grosse Adieu.
Da wir ein paar Tage zu früh Preveza angelaufen hatten, und da ich für den kommenden Sonntag für die Rückreise eine Fährpassage von Igoumenitsa nach Brindisi gebucht hatte gönnte ich mir spontan ein paar Tage auf Korfu, das ich am Dienstagabend mit der Fähre vom nahen Lefkada nach viereinhalb sonnigen Stunden erreichte. 
Meinen Skipper und Freund Marcel liess ich auf der Athene mit all den Aufräumarbeiten zurück. Das schlechte Gewissen plagt mich noch heute jede Nacht.

Touristen gucken
Also, ich auf dem Seeweg nach Korfu, dort fünf Nächte in der Altstadt mit den vielen polnischen und englischen Touristen die Stadtluft geschnuppert. Am Sonntag dann mit der Fähre rüber nach Igoumenitsa. Warten, Burger essen, Sonnenuntergang gucken und dann in der Nacht von Sonntag auf Montag rüber nach Brindisi. 
Im barocken Lecce habe ich dann wie geplant noch drei Tage die Italianità genossen, bevor’s dann in einer wunderschönen Fahrt im Freccarossa mit der italienischen Bahn der Adria entlang nach Mailand ging.
In Mailand noch eine letzte Nacht verbracht, ganz klassisch zwei paar Schuhe gekauft und am Freitag, den 29. September bin ich über Mittag via Lötschberg zurück nach Basel

Was bleibt ist die Erinnerung
Diese 32 Tage – so lange war ich noch nie weg – bleiben mir in dauernder, bester Erinnerung. So viel gesehen, so viel erlebt und Alles mit Happy-end. Dafür bin ich Marcel unendlich dankbar.   

urs 

03. Oktober – 23. Oktober 2023

Einstieg in das Saisonende

Via Stuttgart flogen wir am 3.10. nach Preveza. Aus der Schweiz fliegen zu so später Jahreszeit keine Direktflüge mehr. Aber wie schon oft seit wir ATHENE haben, und uns in griechischen Gewässern tummeln, mussten wir eine etwas umständliche Anreise in Kauf nehmen. Egal, das ist ein Teil unserer Abenteuerlust. Die Cleopatra-Marina in Preveza ist eine sehr ordentliche und gut geführte Marina. Die Nassräume sind sauber und gut unterhalten. Ich erwähnte das ausdrücklich, weil wir schon so einiges erlebt haben, dass unseren Standards nicht entspricht. Auch wenn wir schon recht bescheiden geworden sind. Kalamata war so ein Bespiel, da war alles sehr gammelig. Schade, denn es braucht oft keinen grossen Aufwand, um die Infrastruktur in einem guten Zustand zu halten. 

Marcel hatte ATHENE perfekt zurückgelassen, sie war klar zum Auslaufen. Am ersten Tag konnten wir alles parat machen. Kauften am Mittwoch ein was nötig war, gingen noch zur Portpolice um uns «abzumelden». Ich war glücklich, endlich wieder an Bord zu sein und freute mich riesig auf den Törn. Vor allem weil wir einen besonderen Besuch eingeplant hatten! petra 

5.-8. Oktober 2023 

Besuch auf Korfu - Mimi sei Dank

Am Donnerstagmorgen, 5.10.203,  liefen wir aus. Der Plan war, via Paxos nach Korfu  zu segeln.
Wir hatten einen wichtigen Grund nach Korfu zu gehen: Mimi (Mirjam), meine liebe Freundin befand sich dort in den  Ferien. Schon lange stand der Plan, dass wir, wenn es einmal passt, ein «Treffen» auf Korfu arrangieren. Mimi verbringt ihre Ferien seit einigen Jahren meist im Frühling und Herbst auf Korfu. Alles hatte sich zugunsten unsers Vorhabens entwickelt. Wetter perfekt: sonnig, warm, nicht heiss aber auch noch nicht kühl am Abend. Wind wenig bis mässig das war auch eine gute Voraussetzung für mein noch etwas schwaches Knie. 
Perfekte Bedingungen also. Wir haben uns via Paxos, mit Übernachtung vor Anker, in der wunder-schönen Bucht Lakka, nach Korfu aufgemacht. Die Bucht war Rammel voll. Darin lagen am Ende schätzungsweise 30 Yachten. Diese Bucht ist es aber auch Wert. 

Am Freitag starteten wir mit besten Bedingungen hinüber nach Korfu. Der Wind war dann doch zu schwach und wir mussten überwiegend unter Motor fahren. Immerhin lagen 35 NM vor uns, da mussten wir schon etwas Gas geben. 

Korfus Küste ist eine interessante. Beim Vorbeigleiten zeigt sie sich sehr abwechslungs-reich. Grün ist sie, wie alle Inseln im ionischen Meer. Wir genossen das schöne Wetter. Dunst am Morgen und schöne Wolkenbilder und plötzlich eine Unruhe im Meer. Schäumend, quirlend sehen wir in einiger Entfernung das Wasser und da - Delphine. Eine grössere Gruppe war schwer beschäftigt mit Jagen. Es waren kleine Tiere mit einer wunderschönen Färbung, dunkler Rücken, seitlich Streifen, die Seiten und der Bauch eher beige / gelb. Zack da waren sie auch schon wieder weg. Etwas später konnten wir die Schule noch einmal beobachten, wie sie ihr Abendbrot jagte. Egal wie oft wir diese grossartigen Tiere antreffen, es ist jedes Mal einzigartig und faszinierend. Glücksmomente sind das! 

Ankommen 

Mimis Feriendestination liegt an der Bucht Agios Georgios Pagi, an der Westseite von Korfu. Wir hatten die Koordinaten. Via  WhatsApp standen wir in  regem Kontakt, um die ungefähre Ankunftszeit auszutauschen. Dann um 15 Uhr, nur noch quer über die Bucht und da winkte sie im roten Kleid!
Jetzt ging alles schnell: Anker fest, Dingi ins Wasser und nichts wie ans Ufer – Willkommen, Willkommen auf Korfu! Schön war das Wiedersehen! Feines Essen und viel Gelächter rundeten diesen wunderbaren Tag und Abend ab. 

Am Samstag holte Marcel Mimi am Strand ab. Fein in Matrosenzwirn wie es sich gehört (dunkelblau gestreifter Pulli und weisse Hose) war sie für alles parat. Unter leichtem Wind setzten wir die Segel und fuhren beschwingt in die übernächste Bucht, unterhalb der Kapelle Agios Georgios. Dort warfen wir den Anker und genossen den Tag. Mimi und ich paddelten mit dem SUP (also sie paddelte, ich liess mich paddeln) an den Strand einer kleinen, verwunschenen Bucht und genossen das klare Wasser und die Ruhe.

Bald wurde es Zeit, der Wind frischte etwas auf und wir konnten ein Stück sehr schön unter Segeln zurück nach Agios Georgios Pagi segeln. Nach einer kleinen Pause, in der sich Mimi an Land und wir uns an Bord frisch und fein machten, gings zum Abschlussessen ins Restaurant Cool Water, von Mimis Freunden. So eine wunderbare Küche. Und das Dessert «Zitronencake» war einzig.

Schon hiess es Abschied nehmen. Wir winkten uns am Sonntagmorgen Kalimera, Kalimera und los ging es zurück Richtung Preveza. Mimi hatte ihren Flug nach Hause am Montag 9.10.  petra

Mimi and Petra at there's best.

Ein von langer Hand vorbereiteter Besuch bei Mimi auf ihrer Lieblingsinsel

9.-11. Oktober 2023

Letzter Schlag 

Wir genossen die letzten Segeltage dieser Saison. Die Inseln vor Syvota schienen eine gute Wahl für die erste Übernachtung. Und wirklich, es ist eine tolle Ecke, der Ankerplatz vor der Bella Vraka Beach gefiel uns so gut, dass wir zwei Nächte blieben. Noch ein Stopp vor dem definitiven Ankommen in Preveza führte uns Richtung Parga. In der Ormos Valtou, liessen wir unseren Anker auf schönstem Sand fallen und genossen den Blick auf die mächtige Burgruine, die auf dem Berg direkt über dem Meer steht. 

Am Dienstag, 10. Oktober ging es dann definitiv zurück. Gemütlich starteten wir in den Tag, so um 13h hiess es Anker hoch und los. Hubs, da hatten wir irgendwie den Faden verloren. Wir realisierten erst beim los segeln, dass wir nicht wie gedacht rund 10 NM vor uns haben, sondern 25. Ja dann, Gas geben und schauen, dass wir vor dem Eindunkeln reinkommen. Wir waren am Ende doch recht spät und die Marineros nicht mehr im Dienst, um Support beim Anlegen zu geben. So entschlossen wir uns noch eine Nacht vor Anker vor Preveza zu verbringen. Das war eine sehr gute Entscheidung. Es war ein wunderbarer Abend und wir genossen dieses letzte Mal vor Anker, für diese Saison! petra 

 11.-16. Oktober 2023 

ATHENE geht ins Winterlager

Jetzt hiess es ATHENE winterfest zu machen. Da ist einiges zu tun, wir kennen den Prozess ja schon vom letzten Jahr, so dass wir effizient und mit guter Planung Arbeit um Arbeit erledigten. Ein wichtiger Punkt war es, mit der von Mandy und Caroline empfohlenen Agentin, die Papiere korrekt zu hinterlegen. Wenn wir das Schiff aus dem Wasser nehmen müssen wir das Transitlog bei der Portpolice hinterlegen, als Beweis, dass wir nicht segeln. Auch das TEPAI wird in dieser Zeit stillgelegt und deponiert. Diese Massnahen sind nötig, weil wir unter Schweizer Flagge segeln und in EU-Gewässern nicht länger als 18 Monate am Stück bleiben dürfen, ansonsten wird die Mehrwertsteuer fällig. Mit der Hinterlegung können wir diese Zeit unterbrechen. Wenn wir ATHENE im Frühling einwassern, startet die Rechnung der Monate wieder von vorne. So ist es im Prinzip möglich, «endlos» in den Europäischen Gewässern zu bleiben. Aber weil der Papierkrieg heimtückisch ist, gehen wir auf Nummer Sicher und lassen all den Papierkram und die Behördengänge durch eine Agentin managen. Bis jetzt hat sich das gut bewährt.

Dann am 16. Oktober ist es so weit. ATHENE wird gekrant. Hier in der Cleopatra-Marina ist ein riesiges Gelände für die Überwinterung der Yachten an Land vorhanden. Tag um Tag konnten wir beobachten, wie von allen Seiten die Yachten anfuhren und vor Anker auf ihr gebuchtes Zeitfenster warteten. Es läuft ruhig, effizient und professionell ab. Nun steht ATHENE in der Reihe J und wartet auf den 16. April 2024. An diesem Tag wird sie wieder ins Wasser gekrant und unsere dritte Saison beginnt. petra

 16.-23. Oktober 2023         

Jahrtausende alte Geschichte 

Zum Abschluss genossen wir mit dem Auto eine grossartige Landreise. Wir fuhren von Preveza nach Athen. Natürlich nicht direkt, sondern machten eine Ferienwoche daraus. Grossartige Landschaften, jahrtausendealte Monumente und geschichtsträchtige Städte, Naturschauspiele und immer diese Gelassenheit der Griechen, schlugen uns in ihren Bann. Es wäre zu viel alles im Detail zu erzählen. Hier die Stationen die wir erlebten und deren Highlights:

  • Arta: Die Kleinstadt mit grosser Geschichte ist auf den Ruinen der Stadt Ambrakia errichtet. Berühmt ist die Brücke von Arta, sie führt über den Fluss Archeron, an dessen Quell das Tor zur Unterwelt dem Hades liegt.
  • Koronisia im Ambrakischen Golf: dort gibt es Flamencos und Pelikane, wunderbare Landschaften, es ist ein Ort der Ruhe und Gelassenheit. Wenn es nicht zu kitschig wäre, würde ich es ein kleines Paradies nennen.
  •  Metéora-Klöster: Wie von einer anderen Welt ist diese Landschaft. Mächtige von Zeit und Natur zu hoch aufragenden Säulen geschliffene Sandstein Felsen, ragen bis zu 700m Meter in die Höhe und geben den darauf gebauten Klöstern zu Recht den Namen die «schwebenden Klöster». 
  • Delphi: Das Orakel hat nicht zu uns gesprochen. Aber allein die Landschaft in welche Delphi (die Ruinen des antiken aber auch das heutige Delphi) gebettet sind ist eindrücklich genug.
  • Galaxidi am Golf von Korinth: Hinab von den Bergen an den Golf von Korinth. Galaxidi ein kleiner Ort mit grosser Seefahrer Vergangenheit. Der Ort strahlt eine solche Ruhe und Gelassenheit aus, wir hätten ewig bleiben können. 
  • Nafplio am Argolischen Golf: Drei Festungen bestimmen das Bild der, von den Venezianern inspirierten,  ersten Hauptstadt des neu gegründeten, griechischen Staats. Sie wird selbst von Griechen als die schönste Stadt Griechenlands genannt.
  • Der Kanal von Korinth: Ein Meisterwerk der Ingenieurs- und Baukunst. Vor 140 Jahren wurde der 6km lange Kanal als Verbindung und damit Verkürzung zwischen dem Saronischen Golf und dem Golf von Korinth gebaut. Der Blick 70m hinab in das blaugrün schimmernde Wasser ist einzig. petra

Die letzten Eindrücke 2023


Abflug am 23.10.2023 vom Flugplatz Athen nach Basel – die Segelsaison 2023 ist beendet. Wir melden uns  nächstes Jahr zurück!